Erfolgreiche Aufspaltung: Holcim und Amrize überzeugen Investoren
Am Montag hat der Baustoffhersteller Holcim seine lang geplante Aufspaltung realisiert. Im Zuge dieser Unternehmensneuausrichtung wurde das nordamerikanische Geschäftssegment unter dem Namen Amrize ausgegliedert. An der Zürcher Börse notierten die Amrize-Papiere am Nachmittag zu einem Kurs von 40,18 Schweizer Franken, während die Aktien von Holcim mit knapp 54 Franken gehandelt wurden.
Die Investoren sehen dieser Entwicklung mit Optimismus entgegen. Analysten prognostizieren, dass Amrize durch seine Fokussierung auf die US-Infrastruktur sowie höhere Margen im internationalen Vergleich besonders attraktiv werden könnte. Die US-amerikanische Bauwirtschaft genoss zuletzt eine höhere Bewertung als europäische Pendants, sodass ein signifikanter Anstieg bei Amrize erwartet wird.
Mit einem Umsatz- und Gewinnanteil von jeweils etwa 40 Prozent war Amrize zuvor ein wesentlicher Bestandteil von Holcim. Die jetzt eigenständige Firma verfügt jedoch über etwas höhere Margen und strebt ehrgeizig Wachstum an, etwa durch das Nutzen von Infrastrukturprogrammen der US-Regierung.
Die Strategie des Holcim-Managements verfehlte ihre Wirkung nicht: Der kombinierte Kurswert von Holcim und Amrize belief sich auf insgesamt rund 94 Franken, ein Anstieg im Vergleich zum letzten Handelstag des kompletten Unternehmens. Ein bemerkenswerter Schritt war zudem die Aufnahme der Amrize-Aktien unter dem Tickersymbol "AMRZ" in den bedeutenden Schweizer Aktienindex SMI. Diese Erweiterung auf 21 Titel im SMI bleibt bis zur jährlichen Indexrevision am 19. September bestehen und wird danach wieder auf die gewohnten 20 Titel reduziert.

