Entlastung für Europas Landwirte: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen verspricht Bürokratieabbau
In Brüssel hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den europäischen Landwirten eine Verringerung ihrer bürokratischen Belastungen in Aussicht gestellt. Im Einklang mit der Präsidentschaft Belgiens – das derzeit die Führung im EU-Rat übernimmt und somit für die Organisation von Ministertreffen verantwortlich ist – soll bis zum nächsten Treffen der EU-Landwirtschaftsminister, welches für den 26. Februar terminiert ist, ein konkreter Vorschlag ausgearbeitet werden.
Die Reaktion von der Leyens spiegelt das Verständnis für das wachsende Unbehagen der Bauern hinsichtlich des Verwaltungsaufwands wider. Ein Treffen mit Mitgliedern des europäischen Bauernverbands Copa-Cogeca verdeutlichte ebenso von der Leyens Bemühungen, sich für die Anliegen der Landwirte einzusetzen.
Klar wurde zudem, dass die Unterstützung für bäuerliche Betriebe in Europa auf einem soliden Fundament steht. Fast 390 Milliarden Euro sind für die Gemeinsame Agrarpolitik im Zeitraum von 2023 bis 2027 vorgesehen, was fast ein Drittel des europäischen Haushalts ausmacht. Zusätzlich erhielten im Jahr 2023 die am härtesten von Krisen betroffenen Landwirte eine außerordentliche Finanzspritze von über 500 Millionen Euro.
Die Zusagen kommen in einem Klima anhaltender Proteste von Landwirten in verschiedenen EU-Ländern, die sich durch die Umweltrichtlinien der EU stark eingeschränkt fühlen. Von der Leyens Versprechen könnte ein erster Schritt zur Beruhigung der Lage und zur Stärkung des landwirtschaftlichen Sektors sein. (eulerpool-AFX)

