Energiepreisbremse läuft aus: Geringe Mehrkosten für Haushalte erwartet
Die geplante Aufhebung der Preisbremsen für Strom und Gas zum Jahresende wird voraussichtlich zu vergleichsweise geringen Mehrkosten für Haushalte führen. Dies ergaben Berechnungen von Tarif-Vergleichsportalen. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas muss demnach mit 26 Euro (1,1 Prozent) mehr im Jahr rechnen, während die Kosten für Strom lediglich um einen Euro steigen. Haushalte, die noch in einem Grundversorgungstarif sind, müssen mit Mehrkosten von 82 Euro bzw. fünf Euro rechnen.
Der Energiemarkt hat sich erholt und viele Versorger haben zum neuen Jahr ihre Preise gesenkt, um dies zu erklären. Kunden mit älteren Verträgen sollten nun gegebenenfalls in einen neuen Tarif wechseln, so die Empfehlung.
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) kündigte bereits an, dass die staatlichen Gas- und Strompreisbremsen nun doch schon zum Jahresende auslaufen werden und nicht erst Ende März. "Es ist nicht davon auszugehen, dass wir Anfang des nächsten Jahres eine Notlage beim Strom, Gas und der ökonomischen Tragfähigkeit haben", erklärte er am Freitag im Deutschlandfunk.
Das Vergleichsportal Check24 wies unterdessen darauf hin, dass die Mehrwertsteuer auf Gas und Wärme im März nach zwei Jahren wieder auf die volle Höhe steigen wird. Für den Musterhaushalt ergibt sich dadurch eine jährliche Mehrbelastung von 224 Euro. (eulerpool-AFX)

