Energieinfrastruktur im Visier: Stromausfälle durch russische Angriffe im Süden der Ukraine
Russische Angriffe haben in der jüngsten Nacht schwerwiegende Stromausfälle im Süden der Ukraine verursacht, insbesondere in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja. Nahezu die gesamte Stromversorgung in diesen Gebieten war unterbrochen, wie das ukrainische Energieministerium berichtet. Am Morgen waren noch etwa 800.000 Haushalte in der Region Dnipropetrowsk von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Arbeiten zur Wiederherstellung von Licht und Wärme sind weiterhin im Gange. Infolgedessen hat der Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatow, die Schulferien in der Stadt um zwei Tage verlängert.
In der Region Saporischschja sind positive Entwicklungen zu verzeichnen, da die Versorgung mit Strom und Wärme dort wiederhergestellt wurde. Gouverneur Iwan Fedorow wies darauf hin, dass es sich hierbei um den ersten kompletten Stromausfall in der Region seit Jahren handelt.
Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, äußerte sich auf sozialen Medien und bezeichnete die Angriffe als Krieg gegen das ukrainische Volk und das alltägliche Leben. Selenskyj betonte, dass es keine militärischen Gründe für solche Angriffe auf die Energieinfrastruktur gäbe, die die Bevölkerung mitten im Winter ohne Elektrizität und Heizung lassen.
Die Ukraine kämpft seit fast vier Jahren, mit Unterstützung des Westens, gegen die russische Invasion. Während Russland weiterhin gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine angreift, fordert Kiew von internationalen Partnern verstärkt die Lieferung von Flugabwehrsystemen. Auch das Wetter trägt zu den Herausforderungen bei, indem es für zusätzliche Stromausfälle in anderen Gebieten wie Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien sorgt.

