Eintritt am Trevi-Brunnen: Rom steuert Besucherströme mit Ticket
Der Trevi-Brunnen in Rom, berühmt nicht zuletzt aufgrund der ikonischen Filmszene mit Anita Ekberg in Fellinis "La Dolce Vita", zieht nun nicht nur seine bewunderten Blicke auf sich, sondern auch das Portemonnaie. Ab sofort wird ein Eintrittspreis von zwei Euro fällig, um in den abgesperrten Bereich direkt am Brunnen zu gelangen.
Diese Maßnahme ist ein neuer Ansatz der Stadt, um das immense Besucheraufkommen effizienter zu lenken und, sanfter ausgedrückt, eine echte Gendarmerie des Gedränges zu schaffen. Das eigens eingeführte Zugangssystem steht die meiste Zeit zwischen 9.00 und 22.00 Uhr in Betrieb, mit leichten Abwandlungen an Montagen und Freitagen. An diesen Tagen öffnet sich der Weg zum Wasser erst um 11.30 Uhr. Eine Ausnahme bildet der Starttag dieses Systems, an dem bereits ab 9.00 Uhr gezahlt werden kann.
Der große Platz vor dem Brunnen bleibt allerdings weiterhin für jedermann kostenlos. Tickets sind bequem im Voraus erwerbbar, sowohl online über eine mehrsprachige Webseite als auch vor Ort mit Kreditkarte oder an zahlreichen Tourist-Informationsstellen. Einheimische bleiben von dieser Regelung verschont, ebenso wie Menschen mit Behinderung, deren Begleiter und Kinder unter sechs Jahren.
Der monumentale Brunnen zieht seit jeher Besucher in Scharen an, alle bereit für das perfekte Foto oder den Tradition verbürgten Münzwurf. Um den besucherschweren Ansturm zu zügeln, wurde die Anzahl der gleichzeitig am Brunnen anwesenden Personen schon seit einem Jahr auf 400 begrenzt. Unsummen an Besuchern, mit Spitzenwerten von bis zu 70.000 pro Tag, locken nun diese neuen Einlassregelungen, um die Monumentalität des Erlebnis Trevi-Brunnen zu wahren und übermäßigen Andrang zu zähmen.

