Einladung zum Friedensrat: Putin prüft US-Offerte
Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine Einladung zur Teilnahme an einem von den USA initiierten „Friedensrat“ für den Gazastreifen erhalten. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow untersucht Moskau momentan die Einzelheiten des Angebots und hofft auf weitere Gespräche mit der amerikanischen Seite, um offene Fragen zu klären. Russland, das sowohl mit Israel als auch der palästinensischen Führung und der Hamas im Kontakt steht, sieht sich als traditionell bedeutender Akteur im Nahen Osten und verfolgt dort seine eigenen geopolitischen Interessen.
Der „Friedensrat“, als Teil der zweiten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump für Gaza konzipiert, zielt auf ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Hamas ab, die diese Pläne allerdings ablehnt. Die Einladung seitens der USA bietet Putin trotz der Spannungen rund um den Ukraine-Konflikt eine Plattform auf der internationalen Bühne.
Neben Putin erhielten weitere Staatsoberhäupter wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi Einladungen. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie der polnische Präsident Karol Nawrocki wurden eingeladen. Die Bundesregierung hat ebenfalls eine Einladung erhalten, die Entscheidung über die Annahme dieser blieb jedoch vorerst in der Schwebe.
Der „Friedensrat“ wird von Trump selbst geleitet und umfasst international bekannte Persönlichkeiten wie den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Das Gremium hat die Aufgabe, die neue Übergangsregierung des konfliktgeplagten Gazastreifens zu beaufsichtigen.

