Einladung für den Friedensrat: Putin und von der Leyen auf der Gästeliste
Russlands Präsident Wladimir Putin hat über diplomatische Kanäle eine Einladung der USA zur Teilnahme am sogenannten Friedensrat für den Gazastreifen erhalten. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass die Details des Angebots derzeit geprüft und auf weitere Kontakte mit der amerikanischen Seite gehofft werde, um alle Einzelheiten zu klären. Russland sieht sich als bedeutender Akteur im Nahen Osten und verfolgt dort eigene geopolitische Interessen. Die Einladung in das von US-Präsident Donald Trump geplante Gremium wird daher in Moskau positiv bewertet. Obwohl Russland nach wie vor in den Ukraine-Konflikt involviert ist, fühlt sich Putin weiterhin auf der internationalen Bühne willkommen.
Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi, Argentiniens Präsident Javier Milei und Alexander Lukaschenko aus Belarus sind eingeladen. Ebenso hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Einladung erhalten. Noch bleibt offen, ob die EU und Deutschland der Einladung Folge leisten werden. Die Bundesregierung hat ihre Einladung aus den USA bestätigt, aber eine Entscheidung steht noch aus.
Dieser Friedensrat bildet die zweite Phase von Trumps Friedensplan für Gaza und strebt ein dauerhaftes Ende des Krieges sowie die Entwaffnung der Hamas an, die jedoch gegen diese Bedingung ist. Das internationale Gremium soll die Übergangsregierung des zerstörten Küstenstreifens beaufsichtigen. Trump wird den Vorsitz dieses Gremiums führen, dem auch Persönlichkeiten wie der ehemalige britische Premier Tony Blair, US-Außenminister Marco Rubio, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff angehören.

