Ein Zehntel aller deutschen Exporte gehen in die USA

14. April 2025, 09:17 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Deutschland exportierte 2024 Waren im Wert von 161,3 Milliarden Euro in die USA, was 10,4 Prozent aller deutschen Exporte entspricht und der höchste Anteil seit 2002 ist. Die USA sind besonders wichtig für Branchen wie Pharma, Maschinenbau und Fahrzeugindustrie, während Deutschland auch umfangreiche Importe aus den USA verzeichnet.

Wiesbaden - Deutschland hat 2024 Waren im Wert von gut 161,3 Milliarden Euro in die USA exportiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte, war dies gut ein Zehntel (10,4 Prozent) aller deutschen Exporte und damit der höchste Anteil seit 2002.

Zölle auf deutsche Exporte in die USA treffen Branchen wie die Pharmaindustrie und Medizintechnik, den Fahrzeug- sowie den Maschinenbau besonders schwer. Für viele Exportgüter aus diesen Branchen sind die Vereinigten Staaten der bedeutendste Absatzmarkt.

Knapp ein Viertel (23,8 Prozent) aller deutschen Pharma-Exporte gingen in die USA. Die Ausfuhren pharmazeutischer Erzeugnisse dorthin hatten einen Wert von rund 27,0 Milliarden Euro.

Betrachtet man die meistexportierten Waren aus Deutschland, hatten die USA als Abnehmer auch bei Luft- und Raumfahrzeugen (17,1 Prozent, 5,8 Milliarden Euro) sowie bei optischen und fotografischen Erzeugnissen (14,9 Prozent, 11,8 Milliarden Euro) einen besonders hohen Anteil. Unter letztere fallen unter anderem medizinische Instrumente, Röntgenapparate, Geräte für Strahlentherapie oder andere Mess- und Prüfinstrumente.

Zudem gingen 13,0 Prozent aller exportierten Kraftfahrzeuge und Landfahrzeuge (34,0 Milliarden Euro) sowie 12,6 Prozent aller Maschinen-Exporte (31,8 Milliarden Euro) in die Vereinigten Staaten, so die Statistiker.

Bei einzelnen Exportgütern sind die Handelsbeziehungen mit den USA noch deutlich enger. So gingen zum Beispiel 34,4 Prozent der aus Deutschland exportierten immunologischen Erzeugnisse wie Antisera, Impfstoffe oder Blut dorthin.

Zudem ging ein Viertel (25,6 Prozent) der exportierten Triebwerke und Gasturbinen in die USA. Bei Hubschraubern, Flugzeugen und Raumfahrzeugen wie etwa Satelliten waren es 20,7 Prozent, bei dosierten oder für den Einzelverkauf bestimmten Arzneiwaren 17,8 Prozent und bei Personenkraftwagen gingen 15,6 Prozent der Exporte in die Vereinigten Staaten.

Umgekehrt führt Deutschland seine Importe in vielen Bereichen in relevantem Umfang aus den USA ein, wenngleich die Vereinigten Staaten hinter China und den Niederlanden nur das drittgrößte Lieferland für deutsche Importe insgesamt sind.

Aus den USA kam ein Fünftel (19,9 Prozent oder gut 9,1 Milliarden Euro) der Importe von optischen und fotografischen Erzeugnissen, darunter fallen insbesondere medizinische Instrumente, Apparate und Geräte. Bei den Pharma-Importen betrug der Anteil aus den USA 16,9 Prozent (12,1 Milliarden Euro).

Unter den meistimportierten Waren kamen Luftfahrzeuge und Raumfahrzeuge mit 15,9 Prozent (1,9 Milliarden Euro) ebenfalls zu einem hohen Anteil aus den Vereinigten Staaten. In der Warengruppe der verschiedenen Erzeugnisse der Chemischen Industrie, zu denen unter anderem Diagnostik- oder Laborreagenzien zählen, waren es 15,0 Prozent aller Importe (2,9 Milliarden Euro).

Zudem kamen 13,6 Prozent der importierten mineralischen Brennstoffe (14,8 Milliarden Euro) aus den USA - insbesondere Erdöl und Steinkohle. Insgesamt importierte Deutschland 2024 Waren im Wert von 91,5 Milliarden Euro aus den Vereinigten Staaten. Das waren sieben Prozent aller deutschen Einfuhren.

Bei einzelnen Importgütern ist die Abhängigkeit vom Herkunftsland USA deutlich höher. So kamen knapp zwei Drittel (64,1 Prozent) aller importierten Sojabohnen aus den USA nach Deutschland. Hohe Anteile hatten die Einfuhren von dort auch bei Triebwerken und Gasturbinen (49,5 Prozent), bei Diagnostik- oder Laborreagenzien (40,3 Prozent), bei den Steinkohle-Importen (32,2 Prozent), bei Prothesen und orthopädischen Vorrichtungen (27,4 Prozent), bei medizinischen Instrumenten, Apparaten und Geräten (26,0 Prozent) sowie bei rohem Erdöl (18,9 Prozent).

Wirtschaft / Deutschland / USA / Industrie
14.04.2025 · 09:17 Uhr
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