Ein ambitioniertes Projekt: Der kostspielige Wiederaufbau der Ukraine
Der angestrebte Wiederaufbau der Ukraine ist ein finanziell herausforderndes Unterfangen, welches mit 850 Milliarden Euro bis zum Jahr 2037 budgetiert ist. Dies erklärte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal im Rahmen einer Videoansprache bei einer Wiederaufbaukonferenz in Rom. Die Planung sieht die Errichtung zweier milliardenschwerer Fonds in Höhe von jeweils einer Billion US-Dollar vor.
Der erste Fonds, der von Kiew verwaltete "Ukraine-Fonds", soll durch die Einziehung russischer Vermögenswerte im Ausland, die sich auf mehr als 460 Milliarden Euro belaufen, finanziert werden. Darüber hinaus wird ein weiterer Fonds mit nahezu 400 Milliarden Euro durch private Investitionen angestrebt, um den finanziellen Anforderungen des Wiederaufbaus gerecht zu werden.
In seiner Rede betonte Schmyhal zudem die Dringlichkeit weiterer internationaler Finanzhilfen, um das ukrainische Haushaltsdefizit in den Jahren 2026 und 2027 auszugleichen. Die Kosten für die ukrainische Armee belaufen sich unter friedlichen Bedingungen und ohne Produktion von Waffen auf 50 Milliarden Euro jährlich, wobei die EU aufgerufen ist, die Hälfte dieser Summe beizutragen. Die Ukraine erhält bereits mehr als die Hälfte ihres Staatshaushalts aus internationalen Quellen, da sie laut IWF-Daten zu den ärmsten Ländern Europas zählt.

