Ehre für einen Kämpfer: Vitali Klitschko erhält Franz-Werfel-Menschenrechtspreis
Der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis wurde an Vitali Klitschko verliehen, den Bürgermeister von Kiew und ehemaligen Weltklasse-Boxer, der für seinen unermüdlichen Kampf für Freiheit und Demokratie geehrt wurde. In seiner Dankesrede betonte Klitschko, dass die Auszeichnung den tapferen Bewohnern Kiews und dem ukrainischen Volk gewidmet sei, die dem Aggressor entschlossen die Stirn bieten. Der Ausgang des Krieges, so betonte Klitschko, werde über die zukünftige Sicherheit und Stabilität Europas entscheiden, da russische Ambitionen sich möglicherweise auf weitere europäische Länder richten könnten.
Klitschko äußerte seinen Dank für die militärische und finanzielle Unterstützung durch Deutschland, hob jedoch die Bedeutung strenger Sanktionen gegen Russland hervor — insbesondere in den Bereichen Energie und Finanzen.
Die Laudatio hielt der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. Er schilderte Klitschko als herausragendes Vorbild für die Ukrainer und als jemanden, der sich der Verantwortung für sein Land, seine Landsleute und die Menschenrechte verschrieben habe. Pistorius lobte Klitschkos unermüdlichen Kampfgeist und seine Standhaftigkeit, die für alle Menschen, die an eine freie und demokratische Ukraine glauben, inspirierend wirken.
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, verliehen von der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen in Wiesbaden, würdigt Klitschkos couragierten Einsatz für seine Stadt und das ukrainische Volk. Mit seinem Handeln verdient Klitschko großes Ansehen und Vertrauen, nicht nur in seiner Heimat, sondern auch im Rest Europas.
Als eines der ikonischsten Schwergewichtsboxer unserer Zeit und geboren in der Sowjetunion im heutigen Kirgisistan, leitet Klitschko seit 2014 die Geschicke der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Der Preis, welcher im Gedenken an den Schriftsteller Franz Werfel steht, wird alle zwei Jahre verliehen. 2023 war der rumänische Präsident Klaus Iohannis der Preisträger.

