Effizienzstrategien für Seltene Erden: G7 und EU diskutieren über Preisuntergrenzen und Exportsteuern
Die Mitgliedstaaten der G7 und die Europäische Union erwägen die Einführung von Preisuntergrenzen, um die Produktion Seltener Erden zu fördern, sowie die Erhebung von Exportsteuern auf bestimmte chinesische Waren, um Investitionen anzuregen. Diese Maßnahmen werden als Reaktion auf Chinas strategische Exportkontrollen betrachtet, die im April überraschend Implementierungen sowohl für die Materialien selbst als auch für verwandte Magnetprodukte eingeführt haben.
Seltenerdmetalle sind essenziell für die Herstellung moderner Technologien wie Mobiltelefone, Autos und hochtechnologisierter Waffensysteme. Der Rohstoffmarkt ist dabei stark von China, dem weltweit führenden Produzenten, abhängig. Nach den jüngsten Produktionsstopps europäischer Automobilhersteller kam China europäischen Unternehmen teilweise entgegen, jedoch bestehen weiterhin Lizenzengpässe.
Um sich von der Abhängigkeit Chinas zu lösen, haben sich die G7-Länder – mit Ausnahme Japans – zusammengeschlossen, um im Juni einen sogenannten 'Critical Minerals Action Plan' zu präsentieren. Technische Delegationen trafen sich kürzlich in Chicago, um Details zu verfeinern.
Diskussionen drehen sich um striktere Regulierungen ausländischer Investitionen und mögliche geografische Beschränkungen, um ausländische Bezugsquellen einzuschränken. Zudem wird eine neue Art von Kohlenstoffsteuer in Erwägung gezogen, die auf den Anteil nicht-erneuerbarer Energie in der chinesischen Produktion bezogen wäre.
Darüber hinaus sind Preisuntergrenzen im Gespräch, unterstützt durch staatliche Subventionen, wie sie kürzlich von den USA eingeführt wurden. Auch Australien denkt darüber nach, solche Maßnahmen umzusetzen. Kanada zeigt sich offen gegenüber der Idee der Preisuntergrenzen, hat jedoch keine definitive Verpflichtung eingegangen.
Die EU prüft diverse Strategien, darunter zentrale Lagerbestände und koopérative Vereinbarungen innerhalb der G7. Unterdessen hat die EU die Möglichkeit aufgeworfen, gemeinsame Lagerbestände für Seltene Erden und strategische Materialien zu schaffen, ähnlich denen für Öl und Gas, um zukünftige Engpässe zu bewältigen. Offizielle Stellungnahmen von Kanada und den USA stehen noch aus.

