Easyjet: Turbulenzen am Aktienmarkt trotz Passagierzuwachs
Die Fluggesellschaft Easyjet sieht sich nach einem jüngsten Streik der Fluglotsen in Frankreich veranlasst, ihre Prognosen für die ertragreiche Sommersaison zurückhaltender zu formulieren. Obgleich CEO Kenton Jarvis erfreut von einem höheren Ticketabsatz im Vergleich zum Rekordsommer 2024 berichtet, verzichtet das Unternehmen darauf, eine greifbare Gewinnprognose für das Geschäftsjahr, das Ende September endet, abzugeben.
Die Unsicherheit rührt von der Verzögerung der Buchungen auf Kundenseite her, sodass der Gewinn stark von kurzfristigen Sommerbuchungen abhängt. Diese vorsichtige Perspektive wurde von den Investoren auf dem Londoner Parkett eher missmutig aufgenommen. Der Aktienkurs von Easyjet geriet unter Druck und verzeichnete zeitweise einen Verlust von fast acht Prozent. Dies trotz der bis vergangenen Mai kommunizierten Erwartung eines bereinigten Vorsteuergewinns von etwa 700 Millionen Pfund, an dem Analysten weiterhin festhalten.
Hintergrund ist ein massiver Fluglotsenstreik Anfang Juli in Frankreich, der den europäischen Luftverkehr erheblich beeinträchtigte. Aus Sicht der Geschäftsentwicklung zeigte sich das dritte Geschäftsquartal bis Ende Juni dennoch positiv: Easyjet transportierte fast 25,9 Millionen Passagiere—ein Anstieg von über zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist unter anderem auf die Verschiebung der Osterfeiertage von März auf April zurückzuführen.
Darüber hinaus konnte Easyjet einen Umsatzsprung von knapp elf Prozent auf etwa 2,9 Milliarden Pfund (rund 3,4 Milliarden Euro) verbuchen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern kletterte um 21 Prozent auf 286 Millionen Pfund.

