Druck auf Pam Bondi steigt: Kongress fordert transparente Aufarbeitung der Epstein-Affäre
Der Druck auf die US-Justizministerin Pam Bondi nimmt zu, da zwei Kongressmitglieder erneut die Freigabe der vollständigen Epstein-Akten fordern. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie und der Demokrat Ro Khanna arbeiten gemeinsam an einem Antrag, der Bondi bei Nichtveröffentlichung der Dokumente eine tägliche Geldstrafe auferlegen soll. Offenbar sind sich Massie und Khanna, trotz gegensätzlicher parteipolitischer Zugehörigkeit, in der Kritik am Justizministerium einig. Die beiden fordern eine umfassende Aufklärung und werfen dem Ministerium vor, gesetzliche Vorgaben zu verletzen.
Am vergangenen Freitag hatte das Justizministerium bestimmte Dokumente und Bilder im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht, geriet jedoch prompt wegen intensiver Schwärzungen eines 119-seitigen Dokuments in die Kritik. Eine weniger bearbeitete Version erschien erst zwei Tage später, was zu Unmut über die Arbeit der Behörde führte.
Bereits im November hatte Massie offene Konsequenzen für alle am Missbrauch beteiligten Personen eingefordert und auf parallele Entwicklungen in Großbritannien verwiesen, wo hochrangige Persönlichkeiten ihre Titel und Posten verloren haben.
Justizministerin Bondi ist seit Veröffentlichung der Dokumente gänzlich abgetaucht. An ihrer Stelle musste ihr Stellvertreter Todd Blanche öffentlich erklären, dass auf Bitten der Betroffenen einige Dateien entfernt wurden. Diese beinhalten Fotos von möglichen Opfern, die bisher nicht erkannt worden sind. Blanche versicherte, dass die Dateien wieder zugänglich gemacht werden sollen, ohne jedoch einen konkreten Zeitpunkt zu nennen.
Während Bondi sich nicht äußert, erhebt Susie Wiles, Stabschefin von Präsident Donald Trump, in einem Interview mit "Vanity Fair" schwere Vorwürfe gegen sie. Wiles wirft Bondi vor, die Aufarbeitung der Epstein-Dokumente "völlig versäumt" zu haben.

