Drohnenkonflikt eskaliert: Angriff auf russische Schwarzmeerküste führt zu Ölbrand
Der Dauerkonflikt zwischen der Ukraine und Russland hat eine neue Dimension erreicht, nachdem ein offenkundiger Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeerküste einen Öltank in Brand gesetzt hat. Laut dem Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, sei der Angriff, den er als "massiv" bezeichnete, auf einen Tank mit Ölprodukten bei einem strategisch wichtigen Ölverladehafen auf der Halbinsel Taman verübt worden. Der Vorfall ereignete sich über Nacht und hat die Besorgnis über die Stabilität dieser ohnehin schon angespannten Region weiter erhöht.
Die getroffenen Einrichtungen seien laut Kondratjew schon mehrfach Ziel ähnlicher Attacken gewesen. Über kleinere Schäden in den nahegelegenen Orten Anapa und Sotschi berichtete er ebenfalls. Bei dem Angriff wurden zwei Menschen verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es seien insgesamt 68 ukrainische Drohnen über verschiedenen Teilen Südrusslands abgeschossen worden, was die Intensität der Auseinandersetzung deutlich macht.
Im Gegenzug führte die russische Armee ebenfalls Drohnenangriffe auf die Ukraine durch. In der betroffenen Großstadt Saporischschja wurden drei Personen verletzt. Trotz der verheerenden Kriegssituation, die Russland seit fast vier Jahren über die Ukraine verhängt hat, konzentrieren sich die ukrainischen Gegenangriffe meist auf die russische Ölwirtschaft, deren Schäden im Vergleich als geringer eingeschätzt werden.

