Drohnenangriff in Vorstadt von Moskau: Verletzte und Evakuierungen
In der russischen Stadt Krasnogorsk, nahe Moskau, hat ein ukrainischer Drohnenangriff zu Verletzungen geführt. Fünf Menschen, darunter ein Kind, wurden verletzt, wie Behörden berichten. Während die Erwachsenen mit schwereren Schädel-Hirn-Verletzungen, Brüchen und Splitterwunden zu kämpfen haben, erlitt das Kind lediglich leichtere Verletzungen am Knie und Unterschenkel.
Der Drohnenangriff betraf ein Hochhaus, in dem die Drohne in die 14. Etage einschlug. Der Vorfall führte zu erheblichen Schäden an drei Wohnungen, wodurch die Evakuierung des Gebäudes notwendig wurde. Rund 70 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, um möglichen weiteren Gefahren zu entgehen. Krasnogorsk selbst ist als Vorstadt Moskaus eng mit der Metropole verbunden und liegt in ihrem nordwestlichen Teil.
Gleichzeitig meldete das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von insgesamt 111 ukrainischen Drohnen über verschiedene Regionen des Landes. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Süden Russlands, besonders betroffen war das Gebiet Rostow am Don mit 34 abgeschossenen Drohnen. Auch über Brjansk wurden 25 Drohnen zum Absturz gebracht. Im Großraum Moskau wurde zudem eine Drohne abgeschossen. Diese Informationen konnten bislang nicht unabhängig bestätigt werden.
Die Ukraine setzt zur Verteidigung gegen die seit über dreieinhalb Jahren andauernde russische Invasion zunehmend Drohnen ein, häufig mit dem Ziel, militärische Anlagen und strategisch bedeutende Infrastrukturen wie Öl- und Gasstandorte zu treffen, um die russische Treibstoffversorgung zu unterbrechen. Trotz der jüngsten Vorfälle ist der Umfang der ukrainischen Angriffe und die dabei verursachten Schäden im Vergleich zu den Zerstörungen, die Russland in der Ukraine angerichtet hat, deutlich geringer.

