Drohnenabwehr verstärkt: Deutschland geht gegen unautorisierte Flüge vor

Das Bundeskriminalamt hat eine bemerkenswerte Zunahme an verdächtigen Drohnenflügen im Jahr 2023 gemeldet, mit einer beeindruckenden vierstelligen Anzahl von Fällen bis Mitte Dezember. Diese Flüge betreffen überwiegend militärische Einrichtungen, Flughäfen und kritische Infrastrukturen wie Rüstungsunternehmen und Hafenanlagen. BKA-Präsident Holger Münch betont, dass man bislang keine zweifelsfreie Zuweisung dieser Flüge an bestimmte ausländische Akteure, insbesondere aus Russland, vornehmen könne. Diese Unsicherheit rührt vor allem von der Schwierigkeit her, die Drohnenpiloten zu identifizieren und ausfindig zu machen.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde kürzlich in Berlin das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum feierlich eröffnet. Mit dem Ziel, unerlaubte Drohnenflüge effektiver zu detektieren und zu unterbinden, wird der Betrieb des Zentrums im Januar starten.
Parallel zu diesen Maßnahmen hat die Bundespolizei im Dezember eine spezialisierte Einheit zur Drohnenabwehr aufgebaut, die künftig 130 Spezialkräfte umfassen wird. Diese Einheit, die an strategisch wichtigen Orten wie Flughäfen und anderen sicherheitsrelevanten Stätten operieren wird, setzt auf den Einsatz von KI-gestützten Störsystemen und automatisierten Abfangdrohnen.

