Drei Katalysatoren, die laut Wintermute die nächste Bitcoin-Rallye auslösen könnten

Der Krypto-Market-Maker Wintermute veröffentlichte am Dienstag eine umfassende Marktanalyse, in der er den jüngsten Einbruch von Bitcoin (BTC) analysierte, die Ursachen für den Verkaufsdruck aufzeigte und die Bedingungen darlegte, die für eine nachhaltige Erholung erforderlich sind.
Wintermute analysiert den drastischen Bitcoin-Einbruch
Wintermute beschrieb die vergangene Woche als besonders schwer für Bitcoin. Die Preise fielen erstmals seit April 2025 unter $80.000 und sanken weiter auf etwa $60.000, bevor sie sich am Wochenende im niedrigen $70.000-Bereich stabilisierten.
Der Rückgang löschte alle Gewinne aus, die Bitcoin nach dem Wahlsieg von Donald Trump im November 2024 erzielt hatte, und führte zu umfangreichen Liquidationen. Über $2,7 Milliarden an gehebelten Positionen wurden aufgelöst, da monatelanger Seitwärtshandel zu übermäßiger Hebelwirkung führte, die letztlich zusammenbrach.
Wintermute wies auch auf den zunehmenden Einfluss von Bitcoin-ETFs auf die Kursentwicklung hin und bemerkte, dass allein der IBIT ETF von BlackRock am Donnerstag ein Handelsvolumen von über $10 Milliarden verzeichnete.
Wintermute identifizierte drei Hauptkatalysatoren, die den Markt gleichzeitig trafen. Der erste war die Nominierung von Kevin Warsh als Vorsitzender der Federal Reserve am 30. Januar, was die Erwartungen an die Geldpolitik veränderte. Der zweite war eine Welle enttäuschender Quartalszahlen großer Technologieunternehmen, wobei die Microsoft-Aktien um 10% fielen. Der dritte war eine dramatische Umkehrung bei Edelmetallen, bei der Silber in nur drei Tagen um 40% einbrach, nachdem es kurzzeitig $121 erreicht hatte.
Die entscheidenden Bedingungen für die nächste BTC-Erholung
Daten von Spotmärkten deuten darauf hin, dass der Verkaufsdruck strukturell und nicht isoliert war. Die Coinbase-Prämie blieb während des Rückgangs im negativen Bereich, ein Muster, das seit Dezember anhält und auf anhaltende Verkäufe durch US-Investoren hinweist.
Wintermute erklärte, dass interne OTC-Daten bestätigten, dass US-Gegenparteien die ganze Woche über stark verkauften, ein Trend, der durch fortlaufende ETF-Rücknahmen verstärkt wurde. Die institutionelle Nachfrage, die die Preise zuvor gestützt hatte, ist weitgehend zurückgegangen. Seit November verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs etwa $6,2 Milliarden an kumulierten Nettoabflüssen, was die längste ununterbrochene Rücknahmeserie seit Einführung dieser Produkte darstellt.
Wintermute erläuterte, dass wenn ETF-Sponsoren gezwungen sind, Spot-Bitcoin in fallenden Märkten zu verkaufen, dies eine negative Rückkopplungsschleife erzeugt, die den Abwärtsdruck verstärkt.
Das Unternehmen hob auch die wachsende Fragilität in den Derivatemärkten hervor. IBIT und Deribit machen zusammen nun die Hälfte des Krypto-Optionsmarktes aus. Wintermute erklärte, dass der starke Ausverkauf die Investoren-Sorglosigkeit nach Perioden niedriger Volatilität und seitwärts gerichteten Handels widerspiegelte, was die Positionierung anfällig machte, sobald die Preise zu schwanken begannen.
Jenseits krypto-spezifischer Faktoren argumentierte Wintermute, dass die breitere Investmentlandschaft von künstlicher Intelligenz dominiert wurde. Das Unternehmen verwies auf ein virales Diagramm, das die Bitcoin-Performance eng mit Software-Aktien im S&P 500 in Verbindung brachte.
Laut Wintermute ist die wichtigere Erkenntnis, dass KI einen unverhältnismäßig großen Anteil des globalen Kapitals absorbiert hat, oft auf Kosten anderer Anlageklassen, einschließlich Krypto.
Für die Zukunft erwartet Wintermute eine Phase ungleichmäßiger und volatiler Preisfindung. Das Unternehmen erklärte, dass es schwierig sei, sich eine nachhaltige Rallye vorzustellen, es sei denn, mehrere Bedingungen treten ein: die Coinbase-Prämie wird positiv, ETF-Flüsse kehren zu Zuflüssen zurück und die Basissätze in den Derivatemärkten stabilisieren sich.

