Dow Jones trotzt den Sorgen um Künstliche Intelligenz und profitiert von Notenbankpolitik
Der US-amerikanische Dow Jones hat seinen Höhenflug am Freitag fortgesetzt und erreichte kurz nach Handelsbeginn beeindruckende 48.886 Punkte. Trotz eines leichten Rückgangs notierte der Index zuletzt unverändert bei 48.704,27 Zählern.
Im Verlauf der Woche brachte die Entscheidung der US-Notenbank frischen Wind an die Märkte: Eine Senkung des Leitzinses sowie die Ankündigung, kurzfristige Anleihen zu kaufen, liefern den Aktienmärkten einen willkommenen Liquiditätsschub. Die Commerzbank kommentierte dies positiv und verwies auf die Entlastung des US-Geldmarktes durch diese Maßnahmen.
Im Gegensatz zum Dow Jones, dessen Zusammensetzung stark auf traditionelle Industriezweige setzt, standen der S&P 500 und der Nasdaq 100 unter Druck. Anleger zeigten sich zurückhaltend angesichts der Unsicherheiten im Technologiebereich, insbesondere in Bezug auf das Hype-Thema Künstliche Intelligenz. Der S&P 500 verlor rund ein halbes Prozent und lag zum Wochenausklang bei 6.864,06 Punkten. Der auf Technologieunternehmen fokussierte Nasdaq 100 fiel um 1,2 Prozent und schloss bei 25.387,38 Punkten.
Ein besonderer Augenmerk lag auf Broadcom, einem bedeutenden Zulieferer für Apple und Google. Trotz eines besser als erwarteten Quartalsabschlusses und eines positiven Geschäftsausblicks für das laufende Quartal, reagierten Anleger verstimmt auf Äußerungen zum KI-Auftragsbestand, was der Broadcom-Aktie einen Rückgang von über zehn Prozent bescherte. Dennoch bleibt der langfristige Gewinn von 47 Prozent seit 2025 beeindruckend.
Unterdessen überzeugte der kanadische Sportartikelhersteller Lululemon mit seinen Quartalszahlen. Dank einer sehr starken Entwicklung auf dem chinesischen Markt hob das Unternehmen seine Jahresprognose an, was der Aktie einen zehnprozentigen Kursgewinn bescherte. Sollte diese Entwicklung anhalten, könnten sich die Papiere in Zukunft weiter erholen und das Vertrauen der Anleger stärken.

