Diskussion um Spielplätze: Mehr Bullerbü wagen!
Mit steigender Verkehrsdichte und wachsender Besorgnis der Eltern über die Sicherheit ihrer Kinder begann der Siegeszug der Spielplätze in unseren Gemeinden. Ursprünglich waren es engagierte Eltern, die in ländlichen Regionen ausgediente Lkw-Reifen in kreative Spielwelten verwandelten – improvisierte, aber geliebte Oasen des Abenteuergeistes.
Doch die Zeiten haben sich geändert. Jene ersten, mit Leidenschaft errichteten Spielparadiese müssen heute dem Präzedenzfall der strengen Sicherheitsnormen weichen. Die von Elternhand geschaffenen Spielplätze entsprechen oft nicht mehr den aktuellen Anforderungen und werden daher abgebaut.
Anstatt jedoch in Abhandlungen über Sicherheitsauflagen zu versinken, wäre es im Sinne der Kinder wünschenswert, den Spirit von Bullerbü wieder aufleben zu lassen. Die Fantasie, Freiheit und Kreativität – wesentliche Merkmale der unbeschwerten Welt von Astrid Lindgren – könnten neuen, kindgerechten Spielkonzepten zugrunde liegen und frischen Wind in die Debatte bringen.

