Diplomatische Spannungen bei Beratungen in Paris: Israels Kritik an Macron
Während in Paris die Beratungen internationaler Chefdiplomaten über den US-Friedensplan für Gaza anlaufen, meldet sich der israelische Außenminister Gideon Saar mit scharfer Kritik zu Wort. Saar bezeichnet das Treffen im Kontext der angespannten geopolitischen Lage als unnötig und potenziell schädlich, und wirft Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor, mit der Initiative von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen.
Auf der Plattform X erklärt Saar, das Zusammentreffen der internationalen Diplomaten in Paris sei eine Heuchelei, die weitreichendere Ziele auf Kosten Israels verfolge. Er beklagt insbesondere, dass Israel nicht ausreichend eingebunden wurde und geißelt die Teilnahme von Ländern, die sich feindselig gegenüber Israel positioniert hätten. Besonders beunruhigend sei für ihn, dass über Israels Angelegenheiten gesprochen werde, ohne das Land miteinzubeziehen. "Nichts über Israel ohne Israel," lautet seine klarsichtige Botschaft.
Das Treffen, an dem hochrangige Vertreter aus Ländern wie Deutschland, Großbritannien, Ägypten und sogar den USA teilnehmen, hat sich die Umsetzung und langfristige Lösung des Gaza-Konflikts zur Aufgabe gemacht. In Paris betonte man, dass die Gespräche auf die Förderung einer Zwei-Staaten-Lösung abzielen, wie es bereits in der Erklärung von New York verdeutlicht wurde. Die französisch-saudische Initiative sei ein zentraler Bestandteil dieses Dialogs und das breite Teilnehmerfeld in Paris verdeutliche diesen internationalen Anspruch.

