Diplomatische Bemühungen für den Frieden im Gazastreifen
In Istanbul findet ein bedeutsames Treffen mehrerer Außenminister aus dem Nahen Osten statt, das sich der Fortschreibung des Gaza-Friedensplans widmet. Nach türkischen Angaben werden die Vertreter von insgesamt acht Nationen anwesend sein, die im September in New York bereits in den Dialog mit US-Präsident Donald Trump getreten waren. Neben der Türkei nehmen Katar, Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Pakistan und Indonesien an den Gesprächen teil.
Kernpunkt des Treffens ist die Erörterung der gegenwärtig fragilen Waffenruhe, auf die sich Israel und die Hamas verständigt hatten. Darüber hinaus wird die zweite Phase des Friedensplans thematisiert, die sowohl die Entwaffnung der Hamas als auch deren Ausschluss von der politischen Teilhabe im Gazastreifen vorsieht. Diese Punkte gelten als potenzielle Konfliktherde. Zudem ist die Einrichtung einer Truppe internationaler Soldaten zur Stabilisierung der Region geplant.
Der türkische Außenminister Hakan Fidan, der eine Schlüsselfigur bei der Vermittlung der Waffenruhe darstellte, führte im Vorfeld des Ministertreffens bereits Gespräche mit der Hamas in Istanbul. Dabei unterstrich Fidan die langfristige Unterstützung der Türkei für eine Zwei-Staaten-Lösung – ein Ansatz, den auch Deutschland teilt und der auf ein friedliches Nebeneinander von Israel und einem unabhängigen Palästinenserstaat abzielt.

