Diplomatie erschöpft: Merz unter schwerem Beschuss aus Moskau
Die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz stoßen in Moskau auf scharfe Kritik. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf dem deutschen Kanzler vor, historische antirussische Parolen für die Militarisierung Deutschlands zu nutzen. In Kuala Lumpur betonte er, dass es 'völliger Unsinn' sei, Russland als Bedrohung darzustellen, und appellierte an die Vernunft der politischen Führung in Deutschland.
Lawrow kritisierte Merz' Entscheidung, verstärkt auf militärische Maßnahmen zu setzen, anstatt diplomatische Kanäle zu nutzen. Er unterstellte ihm, bewusst eine militärische Ausrichtung Deutschlands voranzutreiben und auf vergangene Rhetorik zurückzugreifen. Zudem kommentierte Lawrow Merz' Aussagen zum Iran-Konflikt, die er für eine populistische und gefährliche Wortwahl hält.
Unterstützung fand Lawrow im Kreml, der Bundeskanzler Merz ebenfalls einen konfrontativen Kurs gegen Russland vorwarf. Kremlsprecher Dmitri Peskow erwähnte, dass der Kreml die Entwicklungen in Europa sehr genau beobachte und entsprechend reagiere.
Im Bundestag hatte Merz zuvor betont, dass die diplomatischen Bemühungen in Bezug auf den Ukraine-Konflikt ausgeschöpft seien. Hintergrund ist der anhaltende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, bei dem Moskau weiterhin auf seine Sicherheitsinteressen pocht und gleichzeitig territoriale Ansprüche erhebt.

