Die wachsende eSport-Industrie im Wandel

Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Im Jahr 2020 hat die eSport-Industrie bei einer weltweiten Betrachtung rund eine Milliarde US-Dollar umgesetzt. Nicht nur die Umsätze, sondern auch die Preisgelder bei Turnieren wachsen immer weiter an. Heutzutage liegt das Preisgeld bei großen eSports-Turnieren oftmals im siebenstelligen Bereich. In Verbindung mit den steigenden Zuschauerzahlen gehen die eSport-Experten davon aus, dass im Jahr 2024 ein neuer Rekordwert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz erreicht wird. Der sportliche Wettkampf mit Computerspielen ist gerade dann verlockend, wenn das Spielen bereits ein Hobby darstellt. Sodann stellt sich allerdings die Frage, ob es eventuell sogar eine offizielle Ausbildung zum E-Sportler gibt und wie der Einstieg gelingen kann.

Die Preisgelder im elektronischen Sport

Im abgelaufenen Jahr verfolgten rund 495 Millionen Menschen eSports-Veranstaltungen vor dem heimischen Monitor, was einem Anteil von fast sieben Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Angesichts dieser Entwicklungen ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr große Firmen in die eSports-Szene investieren. Insbesondere Werbung, Merchandise- und Ticket-Umsätze, Medienrechte, Publisher-Gebühren sowie Streaming-Anteile stellen für die Veranstalter die Haupteinnahmequellen dar und werden in Form von hohen Preisgeldern weitergegeben. Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland auf Platz 9 mit etwa 28,3 Millionen Dollar Preisgeld. Nach aktuellen Erhebungen haben sich ca. 16 % der Deutschen mindestens einmal ein eSport-Turnier angesehen. Die Zeichen der Zeit haben auch die Wettanbieter erkannt und listen daher neben Fußball, Eishockey sowie Basketball zunehmend auch Counter-Strike: Global Offensive (CS: GO), Dota 2 und League of Legends (LoL) auf. Sofern die eigenen Fähigkeiten für eine eSport-Karriere nicht ausreichen, kann die Begeisterung für den digitalen Sport auf diesem Wege genutzt werden, um das Wissen über die Szene in einen Gewinn zu verwandeln.

Eine Ausbildung zum E-Sportler gibt es nicht

In Südkorea und Schweden gibt es bereits seit mehreren Jahren die Möglichkeit das Fachgebiet eSport als Studiengang zu wählen. Hierzulande bietet lediglich der private Fernstudienanbieter HAM (Hochschule für angewandtes Management) einen staatlich anerkannten Bachelor-Studiengang im eSports Management an. Allerdings liegen die Schwerpunkte auf Marketing und Management in der eSports-Branche, sodass die Studierenden weniger mit intensiven Trainingseinheiten auf eine Karriere als Spieler vorbereitet werden. Letztendlich gibt es keine offizielle Ausbildung zum E-Sportler und damit verbleibt ein Training in Eigenregie ohne einen bestimmten Lehrplan im Hintergrund. Professionelle E-Sportler verbessern oftmals bis zu 12 Stunden am Tag ihre Gaming-Fähigkeiten. Hinzu kommen Meetings mit dem Team zum Besprechen von Taktiken, Strategien und organisatorischen Dingen zu Wettkämpfen.

Training ist das Erfolgsgeheimnis

Neben einem grundsätzlichen Talent sind ein gutes Equipment und Erfahrungswerte von Vorteil. Im Regelfall empfiehlt sich die Spezialisierung auf ein bestimmtes Spiel, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen. Zu den beliebtesten Spielen im eSport-Bereich zählt unter anderem Fortnite. Das Training sollte im Idealfall zunächst mit festen Trainingspartnern und vor allen Dingen regelmäßig erfolgen. Auf diesem Wege können die Fähigkeiten stetig verbessert werden. Auch bei einer Niederlagenserie sollte nicht aufgegeben, sondern das übergeordnete Ziel fokussiert werden. Darüber hinaus ist es ratsam, die ESL-Meisterschaften zu verfolgen und die Taktiken der Profis in das eigene Spiel zu integrieren. Schließlich sollten Ranglistenturniere und die Amateur-Liga der ESL genutzt werden, um mit Erfolgen die Aufmerksamkeit von Vereinen zu gewinnen. Mit etwas Glück folgen Einladungen von Teamleitern und Scouts zu einem Probetraining. Sobald das Probetraining erfolgreich absolviert wurde, bestehen sehr gute Chancen und eine professionelle Karriere wird möglich.

Sport / eSport
06.05.2021 · 10:13 Uhr
[2 Kommentare]
 

Grüne und SPD: Unions-Wahlprogramm ist unsozial und planlos

Armin Laschet und Markus Söder
Berlin (dpa) - Grüne und SPD kritisieren das Programm von CDU und CSU zur Bundestagswahl als unsozial, […] (11)

Amazon: Investitionen in österreichische Infrastruktur 2020 verdoppelt

Um den Anforderungen der österreichischen Kund: innen, Verkaufs- und Lieferpartner: innen gerecht zu […] (00)
 
 
Suchbegriff

Diese Woche
22.06.2021(Heute)
21.06.2021(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News