Die Schmiede von CDPR läuft heiß: Die Teams für The Witcher 4 und das Cyberpunk-Sequel wachsen unaufhaltsam
Die polnische Spieleschmiede CD Projekt RED, bekannt für ihre epischen Welten, hat in ihrem jüngsten H1-Bericht die Vorhänge einen Spalt breit geöffnet und Einblicke in den Fortschritt ihrer mit Hochspannung erwarteten Projekte gewährt. Die Entwicklungsmaschinerie für „The Witcher 4“ und den Nachfolger zu „Cyberpunk 2077“ läuft nicht nur, sie beschleunigt mit beeindruckender Kraft. Beide Kernteams haben in den letzten Monaten einen signifikanten Zuwachs an talentierten Köpfen erfahren.
Wachstum als erklärte Strategie
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und malen das Bild einer gezielten Expansion. Allein das Team, das am nächsten großen Abenteuer im Hexer-Universum arbeitet, ist von 422 Mitarbeitenden Ende April auf beachtliche 444 Personen Ende Juli angewachsen. Parallel dazu hat auch das Projekt, das uns erneut in die neon-getränkten Straßen von Night City führen wird, an Personalstärke gewonnen und ist von 96 auf 116 Entwickler angeschwollen. Joint-CEO Michał Nowakowski untermauerte diese Entwicklung in einer Präsentation für Investoren. Er betonte, dass die Rekrutierungsbemühungen erheblich beschleunigt wurden, was zu einem Gesamtwachstum von 10 % auf fast 800 Talente in allen Projekten führte. Dieses personelle Aufrüsten sei vor allem auf die beiden größten Entwicklungsteams zurückzuführen.
Das schwere Erbe von The Witcher 3
Während der Nachfolger zu Cyberpunk 2077 erst kürzlich offiziell in die wichtige Phase der Vorproduktion übergegangen ist, befindet sich das neue Witcher-Spiel bereits deutlich weiter im Entwicklungsprozess. Dies wird nicht nur durch die schiere Teamgröße untermauert, sondern auch durch die Tatsache, dass es bereits im Dezember 2024 mit einem ersten Trailer enthüllt wurde. Doch mit der fortgeschrittenen Entwicklung wächst auch der gewaltige Schatten, den sein preisgekrönter und von Millionen geliebter Vorgänger wirft. Narrative Director Philipp Weber sprach kürzlich offen über den immensen Druck, der auf dem Team lastet. Die Frage „Witcher 3 war eines der besten Spiele aller Zeiten, wie wollt ihr das übertreffen?“ sei allgegenwärtig. Seine Antwort darauf ist ebenso ehrlich wie ambitioniert: Man will dem Erbe gerecht werden, indem man die Philosophie beibehält, die schon den Vorgänger so besonders machte – die Hingabe zum Detail und zum Storytelling.
Der Blick in eine ambitionierte Zukunft
Gleichzeitig, so Weber, wolle man aber neue Fragen beantworten und das Erlebnis nicht einfach nur wiederholen. Es gehe um eine gesunde Mischung aus dem Vorantreiben bewährter Konzepte und dem Mut, wirklich neue Dinge auszuprobieren. Es ist der Versuch, der Vergangenheit gerecht zu werden, ohne sie krampfhaft schlagen zu wollen. Ein konkretes Erscheinungsdatum für „The Witcher 4“ steht zwar noch in den Sternen, doch die technologische Grundlage ist bereits gelegt. Durch den Einsatz der modernsten verfügbaren Technologien der Unreal Engine 5 wird unmissverständlich signalisiert, dass CD Projekt RED nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch neue Maßstäbe setzen will. Die Weichen für die nächste Generation epischer Rollenspiel-Epen sind also gestellt, geschmiedet von einer stetig wachsenden Armee aus kreativen Visionären.

