Die goldene Regel der Kryptowelt wurde gebrochen, laut Analyst

Laut CryptoQuant-CEO Ki Young Ju wurde der alte Vier-Jahres-Rhythmus von Bitcoin durchbrochen. Am Donnerstag argumentierte er, dass der Zyklus der Kryptowährung nicht mehr existiert, da große Akteure in den Markt eingestiegen sind.
Seine neuesten Kommentare folgen auf eine öffentliche Neubewertung, nachdem er vor ein paar Monaten einen Markthöhepunkt prognostiziert hatte und sich irrte.
Institutionelle Käufer schreiben die Regeln neu
Berichten zufolge verändern Bitcoin Spot ETFs und Unternehmensschatzmeistereien das Spiel. Im ersten Halbjahr kauften Treasury-Unternehmen doppelt so viel BTC wie die ETFs.
Dies zeigt, wie tiefe Taschen die Lücke füllen können, wenn erfahrene Wale aussteigen. Früher führten Short-Verkäufe und Panikverkäufe zu starken Preiseinbrüchen. Jetzt folgt eine wachsende Anzahl stabiler institutioneller Nachfrage direkt auf diese Ausgänge. Es ist ein Wandel, der die üblichen Hochs und Tiefs von Bitcoin umgestalten könnte.
#Bitcoin cycle theory is dead.
My predictions were based on it—buy when whales accumulate, sell when retail joins. But that pattern no longer holds.
Last cycle, whales sold to retail. This time, old whales sell to new long-term whales. Institutional adoption is bigger than we…
— Ki Young Ju (@ki_young_ju) July 24, 2025
Ki Young Ju schlug im März erstmals Alarm, als Bitcoin bei etwa 83.000 $ lag. Zu diesem Zeitpunkt deutete jeder On-Chain-Metrik nach unten.
Der Bullen-Score erreichte mehrjährige Tiefs. BBMC-Indikatoren und das MVRV-Verhältnis zeigten rote Warnhinweise. Wal-Verkäufe häuften sich, und viele erwarteten einen beginnenden Bärenmarkt.
Marktindikatoren geben frühe Warnungen
Unterstützungsniveaus blieben nach einem Retest im April stark. Dieselben Bären mussten ihre Aussagen revidieren, als Bitcoin zurückprallte. Im Mai überschritt der Preis das Hoch von Januar und stieg auf 112.000 $.
Diesen Monat erreichte BTC sogar 123.000 $, bevor es eine Pause einlegte. Diese schnelle Wende zwang Young Ju zuzugeben, dass er sich geirrt hatte – und den Investoren für die Offenlegung des Fehlers zu danken.
Er sagt jetzt, dass die alte Zyklustheorie nicht mehr gilt, da institutionelle Akteure nicht dem gleichen Muster wie Einzelhändler folgen.
Öffentliche Unternehmen wie MicroStrategy (jetzt Strategy) und andere auf Schatzamt fokussierte Firmen sind zu großen Inhabern geworden. Sie behandeln Bitcoin als Reservevermögen.
ETFs mit großem Appetit
In der Zwischenzeit kaufen Spot-ETFs fast täglich. Diese doppelte Nachfrage hat einen soliden Boden unter den Preisen gebaut und den großen Walen weniger Einfluss gegeben.
Einzelhandelsinvestoren mögen immer noch spät kaufen und früh verkaufen. Aber jetzt sind ihre Bewegungen durch weit größere, langfristige Einsätze gepuffert.
Experten sehen eine neue Phase
Wichtige Stimmen in der Kryptowelt bestätigen diese Sichtweise. Michael Saylor hat erklärt, dass die Ära des Bärenmarktes nicht mehr da ist. JAN3-CEO Samson Mow und Binance-CEO CZ projizieren sogar, dass dieser Zyklus Bitcoin auf bis zu 1 Million $ treiben könnte. Andere große Namen in der Branche, wie der Autor von ‚Rich Dad Poor Dad‘, Robert Kiyosaki, glauben das ebenfalls.
Diese optimistischen Aussagen kommen von Personen, die das institutionelle Wachstum über von Hype getriebene Schwankungen stellen. Sie sehen großes Geld eher als Stabilisator denn als Spekulant.

