Die Digitalisierung im Sport verändert alles

22. Januar 2025, 11:29 Uhr · Quelle: klamm.de

Von der Digitalisierung sind zahlreiche Lebensbereiche direkt betroffen. Das zeigt sich nirgendwo so stark wie durch den Boom Künstlicher Intelligenz. Diese hat das Potenzial, disruptiv zu wirken und viele Berufe zu ersetzen. Gleichzeitig rechnen Experten jedoch damit, dass durch den Trend hin zur Digitalisierung viele neue Berufsbilder entstehen werden. Diese Entwicklung hat die letzten Jahre entscheidend geprägt, Experten rechnen damit, dass sich dieser Trend im Jahr 2025 weiter beschleunigen wird. Wie grundlegend dieser Wandel bereits geworden ist, zeigt sich auch im Sport, denn dieser bildet keine Ausnahme.

Smarte Trainingsmethoden sind der Schlüssel zum Erfolg geworden

Sport ist vorwiegend der Kampf von Individuen, um Spitzenleistungen zu erzielen. Die Suche nach einem optimierten Sportler prägt die Wettkämpfe, seit es sie gibt. Die Digitalisierung gibt den Trainern jedoch jene Werkzeuge in die Hand, die sie benötigen, um das Training individuell zu optimieren. Damit wird der Mensch im Sport endgültig gläsern. Seine Leistung kann bis ins letzte Detail überwacht und analysiert werden. Die darauf gewonnenen Erkenntnisse dienen der Leistungsoptimierung in jenen Bereichen, in denen noch Handlungs- und Optimierungsbedarf besteht.

Smarte Wearables unterstützen das Training ebenso wie leistungsfähige Sensoren und Analysen, die auf die Unterstützung Künstlicher Intelligenz zurückgreifen. Big Data hat das Fundament dafür gelegt, es misst, vergleicht und empfiehlt jene Maßnahmen, die leistungsfördernd sind. Die Technologie erfasst im Spitzensport alle Daten, die Aufschluss über Verbesserungsmöglichkeiten geben. Dazu zählen nicht nur Körperfunktionen oder die Anzahl der gelaufenen Kilometer, sondern auch die Beanspruchung der Muskeln, die Regenerationszeiten und die mentale Belastung. All dies in Kombination steuert die individuelle Leistung und lässt Rückschlüsse auf Verbesserung zu.

Das wird sich auch in Zukunft weiter verstärken. Künstliche Intelligenz lernt aus vorhandenen Daten und verbessert ihre Analysefähigkeiten beständig weiter. Damit werden Empfehlungen möglich, die auf die tagesaktuelle Situation eines einzelnen Sportlers abgestimmt sind und das in Echtzeit. Mithilfe von Technologien wie Virtual Reality und Augmented Reality lassen sich spezifische Situationen simulieren und geben dem sportlichen Training vollkommen neue Möglichkeiten hinsichtlich der taktischen Aufstellung. Doch auch im Verhältnis zwischen den Fans und ihren Idolen hat die Digitalisierung bereits vieles verändert.

Interaktion zwischen Sportlern und Anhängern

Soziale Medien gehören heute längst zu den wichtigsten Kommunikationskanälen zwischen Sportlern und ihren Anhängern. Sie verhelfen diesen, ebenso wie Streaming-Dienste oder Fan-Apps, zu direktem Zugang und Einblick hinter die Kulissen. Diese Entwicklung befindet sich ebenfalls erst an ihrem Beginn, schließlich versprechen Innovationen wie das Metaverse von Facebook vollkommen neue Erlebnisse von zu Hause aus.

Doch aus dieser ehemaligen „Einbahnstraße“ wird zunehmend eine mehrspurige Autobahn, in beiden Richtungen. Ausschlaggebend dafür ist die Personalisierung, die dem Sport ermöglicht, direkt auf die Wünsche und Vorlieben der Anhänger einzugehen. Künstliche Intelligenz sammelt und analysiert die Daten und richtet ihre Aktivitäten punktgenau auf den User. So kommt dieser zu jenen Interviews oder Statistiken, die ihn hauptsächlich interessieren. Damit wird sich die Bindung der Anhänger an ihre Lieblingsklubs oder Sportler intensivieren, gleichzeitig schaffen die Anbieter so neue Monetarisierungsmöglichkeiten für die Sportbranche

Quoten können der Realität in Echtzeit angepasst werden

Dieser Trend ist bereits seit einiger Zeit bei den Publishern von Videogames zu beobachten. Daher wird er auch in der Sportwetten-Branche verstärkt Einzug halten. Schließlich geht es auch hier darum, den Kunden jene Sportwetten zu bieten, die seinen persönlichen Vorlieben entsprechen. Mithilfe der Personalisierung erhält der Wettfreund das Gefühl, wertgeschätzt zu werden und genau das vorzufinden, was er sucht.

Wenn Algorithmen dazu verwendet werden, die jeweiligen Wettkämpfe in Echtzeit zu analysieren und den Ausgang jeweils neu zu bewerten, hätte dies Auswirkungen auf die jeweilige Quote, die diesen Entwicklungen blitzschnell angepasst werden könnte.

Sportler bis auf die Haut durchleuchtet

Selbst während der Wettkämpfe ist die Digitalisierung mittlerweile unverzichtbar geworden. Sie hilft dabei, Wettkämpfe perfekt zu organisieren und währenddessen fair zu bewerten. Technologien wie das Hawk-Eye beim Tennis oder der Video Assistant Referee beim Fußball sind wichtige Hilfsmittel geworden, um menschliche Fehler verstärkt ausschließen zu können. Selbst Probleme haben seinen Einzug ins Spiel nicht verhindern können.

Sie ermöglichen einen objektiven Blick von außen auf strittige Situationen und helfen, diese zu klären. Deren Einsatz steht jedoch erst am Anfang und wird von Jahr zu Jahr verbessert und ausgeweitet. So könnten zukünftig noch mehr Spielgeräte oder die Kleidung der Sportler mit Sensoren ausgerüstet werden, um grafisch aufbereitete Daten für die Zuschauer im Stadion oder zu Hause liefern zu können. Dies führt zu einer Situation, in der den Beobachtern selbst das kleinste Detail eines Wettkampfes nicht mehr verborgen bleibt.

Herausforderungen der Zukunft

Das nimmt dem Sport bis zu einem gewissen Grad die Unvorhersehbarkeit, doch der Trend in diese Richtung ist nicht mehr aufzuhalten. Schließlich kann die Digitalisierung auch für mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit eingesetzt werden. Das gilt sinngemäß auch für die Steuerung der Zuschauerströme und damit für die Sicherheit der Besucher von Sportveranstaltungen.

Gleichzeitig lässt die Digitalisierung die Lücke zwischen den Erfolgreichen und ihren Verfolgern noch weiter aufklaffen, Ungleichheiten werden vertieft. Diese Herausforderungen gilt es in den nächsten Jahren zu bewältigen, dann bleibt der Sport auch in Zukunft ein Treffpunkt aller Gesellschaftsschichten.

Spor / Digitalisierung
22.01.2025 · 11:29 Uhr
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