Diageo kämpft mit Absatzschwäche: Neue Strategie unter CEO Lewis

Der britische Spirituosenriese Diageo, bekannt für Marken wie Johnnie Walker und Guinness, sieht sich mit herausfordernden Absatzrückgängen sowohl in China als auch den USA konfrontiert. Unter dem neuen CEO Dave Lewis hat das Management die Prognosen für das bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr erneut gesenkt. Der Umsatz wird voraussichtlich auf vergleichbarer Basis um zwei bis drei Prozent zurückgehen. Bisher hatte das Unternehmen eine stagnierende Entwicklung vorausgesehen.
Um die finanzielle Stabilität zu sichern, hat der Verwaltungsrat beschlossen, die Dividendenzahlungen zu reduzieren. Diese Maßnahme wurde an der Börse mit Skepsis aufgenommen, was zu einem Kursrückgang der Aktie um etwa sechs Prozent führte. Dadurch wird der jüngste Aufwärtstrend der Aktie, der sich seit einem Mehrjahrestief zu Beginn des Jahres abzeichnete, ins Wanken gebracht.
Die künftige Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des Gewinns vor, mit einem Minimum von 50 Cent je Aktie jährlich. Für das erste Geschäftshalbjahr bis Ende Dezember wurde eine Dividende von 20 Cent bekannt gegeben, verglichen mit 40,5 Cent im gleichen Zeitraum des vorherigen Geschäftsjahres.
Im Zeitraum von Juli bis Dezember 2025 verzeichnete Diageo einen Umsatzrückgang um fast drei Prozent auf vergleichbare 10,5 Milliarden US-Dollar. Während Märkte in Europa, Lateinamerika, der Karibik und Afrika robust abschnitten, konnte dies die Schwäche in Nordamerika und China nicht ausgleichen, so CEO Lewis. Der operative Gewinn vor Sondereffekten sank ebenfalls um fast drei Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn um fast zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar anstieg. Für das laufende Geschäftsjahr strebt das Management mindestens ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau an.

