Deutschlands Außenminister auf Asienreise zur Fachkräftesicherung und Wirtschaftsbeziehungen
Auf seiner ersten ausgedehnten Asienreise setzt Außenminister Johann Wadephul klare Akzente in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen. Der CDU-Politiker besucht diesen Donnerstag die indonesische Hauptstadt Jakarta, um dort gemeinsam mit dem indonesischen Gesundheitsminister Budi Gundai Sadikin die Staatliche Fachhochschule für Gesundheitsberufe zu besichtigen. Infolge des akuten Pflegekräftemangels zeigt Deutschland großes Interesse daran, Fachkräfte aus Indonesien anzuwerben. Die demografischen Bedingungen sind günstig: Mehr als die Hälfte der indonesischen Bevölkerung ist unter 30 Jahre alt. Wadephul plant Gespräche mit Auszubildenden über deren beruflichen Zukunftspläne in Deutschland, um die Migration von Fachkräften zu fördern, die aktuell bei etwa 1.000 Visa pro Jahr stagniert.
Im Verlauf seiner Reise steht ein Besuch der Produktionsanlage von Daimler Truck in Cikarang auf dem Programm, wo Chassis für Lkw und Busse hergestellt werden. Dieser Standort, der im Juni seine Tore öffnete, beschäftigt rund 200 Mitarbeiter und erstreckt sich über eine Fläche von 130.000 Quadratmetern. Bei einer Investition von 27 Millionen Euro wird hier monatlich eine beeindruckende Anzahl von 200 Fahrgestellen montiert.
Daneben plant der Minister kulturelle Besuche, darunter die Istiqlal-Moschee und die benachbarte Kathedrale von Jakarta, geführt von Großimam Nasaruddin Umar und Erzbischof Ignatius Suharyo Hardjoatmodjo. Wadephul interessiert sich für das harmonische Zusammenleben der Religionen und wird den symbolträchtigen 'Tunnel der Freundschaft' erkunden, welcher die beiden Gotteshäuser verbindet.

