Deutschland unterstützt Regenwaldschutz mit Milliardenfonds
Der deutsche Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die Beteiligung Deutschlands an einem Fonds zum Schutz des Regenwaldes als zukunftsweisende und notwendige Investition hervorgehoben. "Dies ist eine hervorragend eingesetzte Finanzhilfe, denn ohne den Schutz, den die tropischen Wälder bieten, stünden wir als Menschheit sehr schlecht da", betonte der SPD-Politiker während der Weltklimakonferenz in Belém, Brasilien. Deutschland plant, über die nächsten zehn Jahre hinweg, eine Milliarde Euro in das Projekt zu investieren.
Die Mittel werden nicht als Kredit bereitgestellt, sondern als direkte Einlage, was der Bundesregierung ein Mitspracherecht sichert, erklärte Schneider. Geplant ist eine jährliche Zahlung von 100 Millionen Euro, während die KfW-Bank nicht beteiligt ist. Für die brasilianische Regierung stellt die Tropical Forest Forever Facility (TFFF) ein bedeutendes Prestigeprojekt dar, das im Rahmen der UN-Konferenz maßgeblich unterstützt wird. Das Modell sieht vor, dass Länder für den Erhalt ihrer Wälder belohnt und für die Zerstörung von Waldflächen sanktioniert werden. Dies soll durch den Einsatz von Satellitenbildern überwacht werden.
Schneider verdeutlichte die Wichtigkeit des Amazonas als entscheidenden Faktor auch für Deutschland: "Falls es dem Amazonas schlecht geht, trifft das auch uns hier dramatisch." Der Minister verwies darauf, dass im Einklang mit Indigenen der Wald in einem guten Zustand sei. "Es ist entscheidend, die Lebensqualität der Menschen an den Wald anzuknüpfen und nicht an seine Abholzung." Die Bundesregierung verfolgt dabei keinerlei Gewinnabsicht.
Laut André Guimaraes vom Amazonas-Umweltforschungsinstitut speichert der Amazonas Treibhausgase, die dem Volumen von zehn Jahren globaler Emissionen entsprechen. Diese immense Speicherkapazität unterstreicht die Dringlichkeit, den Amazonaswald für das globale Klima zu schützen.

