Deutscher Aktienmarkt zeigt sich unbeeindruckt vom US-Arbeitsmarktbericht
Der deutsche Aktienmarkt reagierte am Freitagnachmittag nur minimal auf den jüngsten US-Arbeitsmarktbericht. Der Dax notierte immer noch auf hohem Niveau und verzeichnete ein geringes Minus von 0,17 Prozent, womit er bei 24.281 Punkten lag - und somit fast unverändert im Vergleich zu den Werten vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten. Diese Stabilität zeigt, dass das wichtigste deutsche Börsenbarometer eine solide Woche hinter sich hat, mit einem aktuellen Anstieg von 1,2 Prozent. Dagegen sank der MDax um 0,60 Prozent auf 31.950 Punkte, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,2 Prozent zulegte.
Eine detaillierte Analyse des US-Arbeitsmarktberichts offenbarte, dass die starken Zahlen auf den ersten Blick täuschen könnten. Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partners, betonte, dass die Daten für März und April nachträglich nach unten korrigiert wurden, und bezeichnete die aktuellen Arbeitsmarktzahlen als solide, aber unspektakulär.
Unter den Rüstungsaktien gab es nach der jüngsten Rekordrally Gewinnmitnahmen. So sank der Kurs von Rheinmetall um mehr als 4 Prozent, und auch Hensoldt und Renk mussten Kursverluste hinnehmen. Besonders Renk wurde durch eine Abstufung von Exane BNP Paribas belastet. Die Deutsche Bank strich ihre Kaufempfehlung für Allianz, was jedoch kaum Auswirkungen auf die Aktie hatte. Fraport hingegen profitierte von einer optimistischen Einschätzung und legte um 1,7 Prozent zu.
Der Immobiliensektor, der zuvor durch Ankündigungen der Europäischen Zentralbank bezüglich des Endes eines Zinssenkungszyklus unter Druck geraten war, erholte sich leicht. Vonovia zeigte sich im Dax leicht im Plus, jedoch nur mit moderaten Zugewinnen.

