Deutsche Wirtschaft stagniert zum Jahresende

25. Februar 2020, 09:03 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Wiesbaden (dts) - Die deutsche Wirtschaft hat im vierten Quartal 2019 stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieb preis-, saison- und kalenderbereinigt im Vergleich zum dritten Quartal des vergangenen Jahres mit 0,0 Prozent unverändert, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit und bestätigte damit die vorläufigen Zahlen. Im Vergleich zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt) kamen aus dem Inland gemischte Signale.

Der inländische Konsum, zuletzt häufig der Konjunkturmotor, verlor nach einem sehr starken dritten Quartal zum Jahresende deutlich an Dynamik. Die privaten Konsumausgaben stagnierten im vierten Quartal (0,0 Prozent), der Staat erhöhte seine Konsumausgaben nur leicht um 0,3 Prozent. Bei den Investitionen war das Bild zweigeteilt: Während in Bauten – auch aufgrund der milden Witterung –0,6 Prozent mehr investiert wurde als im dritten Quartal, gingen die Investitionen in Ausrüstungen mit -2,0 Prozent erneut deutlich zurück. Die Investitionen in sonstige Anlagen waren 1,1 Prozent höher als im Vorquartal. Die außenwirtschaftliche Entwicklung dämpfte im vierten Quartal die Konjunktur. Nach vorläufigen Berechnungen wurde preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 0,2 Prozent weniger exportiert als im dritten Quartal. Zwar gab es etwas höhere Dienstleistungsexporte (+0,4 Prozent) als im Vorquartal, aber die Warenausfuhren gingen um 0,4 Prozent zurück. Die Importe von Waren und Dienstleistungen legten dagegen um 1,3 Prozent zu. Im Vorjahresvergleich hat sich das Wirtschaftswachstum zum Jahresende verlangsamt. Das preisbereinigte BIP stieg im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (kalenderbereinigt: +0,4 Prozent). Im dritten Quartal 2019 war der Anstieg mit +1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (kalenderbereinigt: +0,6 Prozent) noch stärker ausgefallen. Die Wirtschaftsleistung im letzten Quartal des vergangenen Jahres wurde von 45,5 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren rund 300.000 Personen oder 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, so die Statistiker. Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen verringerte sich nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit um 0,8 Prozent. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – war entsprechend im vierten Quartal etwas niedriger als im Vorjahresquartal (-0,1 Prozent). Dazu beigetragen haben vor allem ein höherer Krankenstand, weniger Überstunden und ein Rückgang der Zahl der Selbstständigen. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nahm nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 Prozent zu. Je Erwerbstätigen ging sie jedoch um 0,4 Prozent zurück. Die privaten Konsumausgaben stiegen im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 1,2 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben um 3,0 Prozent. Die Bauinvestitionen waren 2,7 Prozent höher; vor allem in den öffentlichen Bau und den Bau von Wohnungen wurde mehr investiert als im vierten Quartal 2018. Die Investitionen in Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – gingen preisbereinigt hingegen auch im Vorjahresvergleich deutlich zurück (-2,6 Prozent). Der Rückgang der nichtstaatlichen Ausrüstungsinvestitionen fiel mit -1,5 Prozent nicht ganz so stark aus. Die Auslandsnachfrage ließ zum Jahresende nach, so das Statistikamt. Nach vorläufigen Berechnungen wurden im vierten Quartal preisbereinigt nur 0,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als im vierten Quartal des Vorjahres. Die Importe stiegen im selben Zeitraum etwas stärker um 1,2 Prozent. Auf der Entstehungsseite des BIP war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im vierten Quartal in fast allen Wirtschaftsbereichen höher als im Vorjahresquartal. Die höchsten Zuwachsraten gab es in den Dienstleistungsbereichen, insbesondere im Bereich Information und Kommunikation (+2,8 Prozent), sowie im Baugewerbe (+2,0 Prozent). Der regelrechte Einbruch der Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe (-4,8 Prozent) führte aber dazu, dass die preisbereinigte Bruttowertschöpfung insgesamt lediglich um 0,2 Prozent stieg, so die Statistiker. In jeweiligen Preisen gerechnet war sowohl das BIP als auch das Bruttonationaleinkommen im letzten Quartal des Jahres um 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen nahm um 1,9 Prozent zu, wobei sich die beiden Komponenten sehr unterschiedlich entwickelten. Während das Arbeitnehmerentgelt (Bruttolöhne und -gehälter zuzüglich Sozialbeiträge der Arbeitgeber) um 3,8 Prozent kräftig zulegte, gingen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen um 3,4 Prozent zurück. Die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer lagen 3,5 Prozent über dem Niveau des vierten Quartals 2018, die Nettolöhne und -gehälter sogar 3,9 Prozent. Im Durchschnitt je Arbeitnehmer stiegen die Löhne und Gehälter weniger stark (brutto um 2,6 Prozent, netto um 2,9 Prozent), da auch die Zahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter zunahm (+1,0 Prozent). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 2,6 Prozent und damit in ähnlicher Größenordnung wie die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen (+2,5 Prozent).
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25.02.2020 · 09:03 Uhr
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