Deutsche Telekom setzt auf Zukunft: Abschaltung des 2G-Netzes bis 2028 geplant
Die Deutsche Telekom plant eine umfassende Modernisierung ihrer Mobilfunkinfrastruktur und hat angekündigt, das GSM-Netz (2G) bis Ende Juni 2028 vollständig abzuschalten. Mit diesem Schritt werden Mobiltelefonate zukünftig ausschließlich über die Netze der vierten (4G/LTE) und fünften Generation (5G) abgewickelt, was ebenso Kunden mit älteren 2G-Geräten betrifft, die auf modernere Mobiltelefone oder LTE-fähige Geräte umsteigen müssen. Diese Umstellung betrifft nicht nur Mobilfunkkunden, sondern auch diverse Anwendungen im Bereich des Internet of Things (IoT). Insbesondere vernetzte Geräte wie Stromzähler oder Alarmanlagen, die bisher auf der GSM-Technologie basieren, benötigen eine baldige Aufrüstung ihrer Kommunikationsmodule. Die Deutsche Telekom rät Anbietern und Anwendern, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und unnötige Kosten zu vermeiden. Hierbei wird eine vorausschauende Planung vor allem bei Geräten mit langen Servicezyklen als vorteilhaft angesehen. Der GSM-Standard, als weltweit erster digitaler Mobilfunkstandard, revolutionierte in den frühen 1990er Jahren das Telefonieren in Europa und ebnete den Weg für seine Nachfolger. Seit der Einführung von LTE (4G) und erst recht mit der Verfügbarkeit von 5G seit 2019, bieten neuere Mobilfunktechnologien nicht nur schnellere Datenraten, sondern auch eine deutlich verbesserte Sprachübertragungsqualität. Inzwischen haben bereits viele Länder, darunter Skandinavien und die Schweiz, ihre 2G-Netze abgeschaltet. Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom hegen starkes Interesse daran, die 2G-Frequenzen freizugeben. Abdu Mudesir, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland, betont, dass die freiwerdenden Frequenzen genutzt werden sollen, um die Effizienz der 4G- und 5G-Netze, insbesondere in ländlichen Gebieten, weiter zu steigern und ein schnelles, flächendeckendes Internetangebot zu sichern.

