Deutsche Staatsanleihen stagnieren – Warten auf Konjunkturdaten
Der Handel mit deutschen Staatsanleihen zeigte sich am Dienstag von bemerkenswerter Stabilität. Mit einem Stand von 129,66 Punkten verharrte der Euro-Bund-Future nahezu unverändert. Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen blieben bei 2,69 Prozent, und die Marktaktivitäten bewegten sich in einem ziemlich eng begrenzten Korridor. Investoren beobachten die Märkte mit Spannung und richten ihren Fokus auf eine bevorstehende Welle an wirtschaftlichen Indikatoren, die im Laufe der Woche erwartet werden. Besonders im Blickpunkt steht die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch verlautbart werden soll.
Im Euroraum blieb die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten überschaubar. Spanien überraschte jedoch positiv, da das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen ist – ein unerwarteter Zuwachs im Gegensatz zur vorhergesagten Rate von 0,6 Prozent. Der Handelskonflikt zwischen der EU und den USA nahm eine Wendung, die am Montag für positive Impulse an den Anleihemärkten sorgte.
Im geopolitischen Kontext sorgt US-Präsident Donald Trump für Spannung, indem er Russland im Ukraine-Konflikt ein verkürztes Ultimatum für mögliche Zollerhöhungen setzt. Die Frist dafür wurde von 50 auf „zehn oder zwölf“ Tage verkürzt. Die Dekabank kommentiert diese Entwicklung mit der Einschätzung, dass ein Zusammenhang zwischen dem EU-US-Handelsabkommen und der Verschärfung der Zollfristen bestehen könnte. Ein Erfolg in diesen Verhandlungen könnte sich möglicherweise als vorteilhafter „Handels-Deal“ erweisen.

