Deutsche Exporte in die USA unter Druck – Hoffnung auf Zollgespräche
Die jüngsten Entwicklungen im transatlantischen Handel sorgen für Stirnrunzeln in der deutschen Wirtschaft. Besonders die Exporte in die Vereinigten Staaten sind im Mai stark eingebrochen, wobei ein Rückgang von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat gemeldet wurde.
Das Statistische Bundesamt beziffert den Wert dieser Exporte auf 12,1 Milliarden Euro, was den niedrigsten Stand seit März des vergangenen Jahres markiert. Im Vergleich zum Mai des nächsten Jahres fiel der Rückgang sogar noch drastischer aus und erreichte 13,8 Prozent.
Doch nicht nur die Ausfuhren leiden. Insgesamt verzeichneten die deutschen Exporte im Mai einen kalender- und saisonbereinigten Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum April. Die Importe sanken sogar um 3,8 Prozent.
Seit dem Vorjahr hingegen zeigt sich ein Lichtblick: Der Export stieg leicht um 0,4 Prozent, während die Importzahlen um 4,2 Prozent zulegten. Das exportierte Warenvolumen übertraf mit 129,4 Milliarden Euro die Importe von 111,1 Milliarden Euro deutlich, sodass sich der Außenhandelsüberschuss auf erfreuliche 18,4 Milliarden Euro ausweitete, nach 15,7 Milliarden im April.
Im Zentrum des Geschehens stehen aktuell die Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung über zukünftige Zollregelungen. Einem Befreiungsschlag gleich, kündigte Washington an, bis zum 1. August auf neue Zölle zu verzichten. Ursprünglich war eine Frist bis zum 9. Juli vorgesehen.
Bleibt abzuwarten, ob die Gespräche endlich Klarheit schaffen und den Druck von der deutschen Exportwirtschaft nehmen können.

