Deutsche Börse setzt Expansionskurs mit Übernahme von ISS Stoxx fort

Mit der geplanten vollständigen Übernahme von ISS Stoxx unterstreicht die Deutsche Börse ihre Strategie, durch gezielte Zukäufe Wachstum zu generieren. Bisher hielt der deutsche Börsen- und Finanzdatenanbieter 80 Prozent der Anteile am Daten-, Analyse- und Indexanbieter. Die verbleibenden Anteile will die Deutsche Börse nun für 1,1 Milliarden Euro von General Atlantic erwerben. Die Transaktion soll mittels vorhandener liquider Mittel sowie Fremdfinanzierungen bewerkstelligt werden, wie das Unternehmen jüngst bekanntgab.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Akquisition ist die Erwartung der Deutschen Börse, dass ihre "AA"-Bonitätsbewertung durch Ratingagenturen auch nach dem Abschluss Bestand haben wird. Diese Bewertung ist entscheidend, um die Finanzierungskosten für künftige Akquisitionen stabil und überschaubar zu halten. Neben organischem Wachstum spielen Übernahmen eine zentrale Rolle in den mittelfristigen Zielen der Deutschen Börse.
Ein weiteres bedeutendes Projekt des Unternehmens ist die beabsichtigte Übernahme der Fondsplattform Allfunds, die im Januar angekündigt wurde. Diese könnte mit über fünf Milliarden Euro die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte darstellen. Der bis zur vollständigen Abwicklung von Allfunds größte erfolgreich abgeschlossene Deal bleibt der Kauf des dänischen Softwareherstellers Simcorp im Jahr 2023 für etwa 3,9 Milliarden Euro. Dessen Software unterstützt Finanzinstitute bei der Effizienzsteigerung.

