Deutsch-polnische Allianz befürwortet europäische Verteidigungsstrategie
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil setzt sich mit Nachdruck für eine verstärkte Berücksichtigung europäischer Anbieter bei Verteidigungsinvestitionen ein. Auf seinem Antrittsbesuch in Warschau bei seinem polnischen Kollegen Andrzej Domanski hob Klingbeil die Bedeutung des "Buy-European-Ansatzes" hervor, um sicherzustellen, dass die finanziellen Mittel zunehmend innerhalb Europas genutzt werden. Der SPD-Vorsitzende betonte, dass die Unterstützung der europäischen Verteidigungsindustrie ein fundamentales Ziel der industriepolitischen Strategie darstellt.
In Anbetracht der geänderten transatlantischen Beziehungen sei es essenziell, dass Europa an Agilität gewinnt. Klingbeil unterstrich, dass die europäische Souveränität von höchster Priorität sei und versprach, gemeinsam zügiger voranzukommen, um auch bei der EU-Kommission in Brüssel für Beschleunigung zu werben.
Der polnische Finanzminister Domanski teilte dieses Anliegen und sprach sich für den Aufbau einer stabilen europäischen Verteidigungsindustrie in allen EU-Mitgliedstaaten aus. Angesichts der Notwendigkeit, die Sicherheitsausgaben zu erhöhen, rief er zu einem gemeinsamen deutsch-polnischen Anstoß in der europäischen Wirtschaftspolitik auf. Domanski betonte, dass Europas Macht sich auf wirtschaftlicher Stärke, anstatt auf Regulierung stützen sollte, und plädierte für Reformen, die das Potenzial des gemeinsamen europäischen Marktes maximieren könnten.

