Dax trotzt leichten Rücksetzern und zeigt Aufwärtstrend
Nach einem kurzen Rückgang in den vergangenen Tagen kehrte der Dax am Mittwoch gestärkt auf den Handelsparkett zurück. Maßgeblichen Rückenwind erhielt der deutsche Leitindex durch Rekordstände an den US-Börsen Wall Street und Nasdaq, die vom Markt positiv aufgenommene Inflationsdaten beflügelten. Auch der japanische Nikkei-Index markierte ein neues Rekordhoch und die asiatischen Märkte zeigten sich insgesamt robust. Zudem wurden die aktuellen Quartalsberichte der Unternehmen in Deutschland überwiegend mit Wohlwollen aufgenommen.
Inmitten dieser optimistischen Stimmung bemerkte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners, dass die Hoffnung auf eine baldige Leitzinssenkung in den USA neuen Schub erhalten habe. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September wird, nach den jüngsten Daten, jetzt mit beeindruckenden 96 Prozent bewertet.
Der Dax konnte im frühen Handel um 0,8 Prozent auf 24.205 Punkte zulegen, während das im letzten Monat erzielte Rekordhoch von 24.639 Punkten in greifbarer Nähe bleibt, obwohl Widerstände bei 24.500 Punkten nicht ausgeschlossen sind. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 31.184 Punkte und der EuroStoxx 50 legte ebenfalls um 0,6 Prozent zu.
Doch nicht nur wirtschaftliche Indikatoren, sondern auch geopolitische Entwicklungen prägten das Geschehen. Am Freitag steht ein wichtiger Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin an, welcher die Kapitalmärkte bereits jetzt in Aufregung versetzt. Insbesondere in Europa wachsen die Befürchtungen, dass die Belange der Ukraine in diesem Treffen ohne deren Mitwirkung entschieden werden könnten.
Aus Unternehmenssicht fielen der Energieversorger Eon mit seinen stabilen Halbjahreszahlen auf, während die künftigen regulierenden Maßnahmen im Stromnetzsektor von Interesse sind. Renk und Rheinmetall profitierten von den anhaltend hohen Investitionen in die Verteidigung und verzeichneten Kursgewinne, ebenso wie Hensoldt.
Im Touristiksektor hob Tui seine Gewinnprognose an, was der Aktie einen Schub gab. Ströer hingegen musste nach enttäuschenden Zahlen Verluste hinnehmen. Unter den kleineren Werten im SDax standen Thyssenkrupp Nucera, Sixt, Formycon, Deutsche Pfandbriefbank sowie Eckert & Ziegler im Fokus, wobei letzteres Unternehmen durch einen Aktiensplit auf sich aufmerksam machte.

