Dax trotzt Handelszwist und bleibt auf steilem Kurs
Der Dax setzt seinen Höhenflug fort, unbeeindruckt vom schwelenden Zollstreit zwischen den USA und ihren internationalen Handelspartnern. Bereits am frühen Mittwochmorgen deutete der X-Dax mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf 24.222 Punkte eine stabile Eröffnung des deutschen Leitindex an. Die Marke von 24.479 Punkten, die der Dax Anfang Juni erreicht hatte, scheint greifbar nahe. Im Schatten seines großen Bruders eroberte der SDax bereits am Vortag neue Höhen. Der EuroStoxx 50 hingegen wird zum Wochenhalbzeit eher bewegungslos erwartet.
Der US-Präsident Donald Trump verschob jüngst die Frist für neue Zölle auf den 1. August, was die Märkte gelassen hinnehmen. Auch seine neuesten rasselnden Ankündigungen zu Extrazöllen auf Kupfer, Arzneimittel und Halbleitern verpufften weitgehend ohne größere Folgen.
In der Welt der Aktien bleibt die Commerzbank zur Wochenmitte unbeeindruckt von den jüngsten Meldungen, dass Unicredit ihre Derivate in Commerzbank-Aktien umgewandelt hatte. Trotz eines harten Kurses seitens Unicredit bleiben Übernahmepläne aufgrund von Gegenwind aus Berlin und Frankfurt vorerst gedämpft.
Bei Kion sah es auf der Handelsplattform Tradegate weniger rosig aus, nachdem Jefferies die Kaufempfehlung für den Logistikkonzern gestrichen hatte. Analyst Lucas Ferhani zeigt sich zwar von den starken Strömen in den Geschäftsbereichen beeindruckt, gibt aber zu bedenken, dass das Wachstumspotenzial nach der beeindruckenden Kursrallye des Gabelstaplerherstellers begrenzt sei. Seine Empfehlung: Kion besser in der Garage parken.

