DAX taumelt ins Wochenende – Tech-Giganten treiben US-Börsen
Eine ereignisreiche Woche endete für den DAX mit Verlusten, während die positiven Impulse aus den Überseemärkten aufgrund des KI-Booms dem deutschen Leitindex zu entgleiten schienen. Analyst Frank Sohlleder von Activtrades vermerkte, dass es den Anlegern an zukunftsträchtigen Ideen für DAX-Unternehmen mangele. Der Index fiel auf 23.958,30 Punkte, was einem Minus von 0,67 Prozent entsprach und erstmals seit zwei Wochen unter die 24.000-Punkte-Marke rutschte. Trotz eines Monatszuwachses von 0,3 Prozent ging die Woche mit einem Verlust von 1,2 Prozent zu Ende.
Der MDax folgte mit einem Rückgang von 0,44 Prozent auf 29.751,62 Zähler. Auch europäische Märkte verzeichneten Verluste. Der EuroStoxx 50 schloss 0,72 Prozent im Minus, während der SMI und der FTSE 100 außerhalb der Eurozone jeweils um 0,6 Prozent und 0,4 Prozent fielen.
In den USA hingegen zeigten sich die Märkte differenziert. Der Dow Jones Industrial verlor leicht um 0,1 Prozent, doch der Nasdaq 100 stieg um 0,6 Prozent, beflügelt durch beeindruckende Quartalszahlen von Apple und Amazon. 'US-Big-Techs verzeichnen sprudelnde Gewinne', so Thomas Altmann von QC Partners, auch wenn dies angesichts gestiegener Bewertungen vonnöten sei.
In Deutschland veröffentlichte Fuchs seine Quartalszahlen, die eine kurze, aber heftige Kursrally auslösten. Dennoch schloss der Schmierstoffhersteller den Tag nur leicht im Plus. Citigroup änderte ihre Bewertung für Renk auf 'Neutral', was zu einem leichten Kurszuwachs führte. Im Telekomsektor mussten United Internet, Ionos und 1&1 deutliche Verluste hinnehmen. Deutsche Telekom fiel um weitere 2 Prozent. Merck KGaA konnte hingegen Verluste weiter aufholen, nachdem JPMorgan vernachlässigbare Auswirkungen durch Patentstreitigkeiten prognostiziert hatte. Im Versicherungssektor belasteten schwache Axa-Zahlen; Allianz, Hannover Rück und Munich Re zählten zu den größten Verlierern. Ein Lichtblick war Kion, deren Aktien auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren sprangen. Die LBBW stufte die Gabelstapler-Aktien von 'Halten' auf 'Kaufen' hoch. Dagegen erholte sich Stratec nur leicht und stabilisierte sich auf niedrigem Niveau.

