DAX mit Minigevinst bei Jahresendspurt: Internationale Gespräche und Unternehmensnachrichten im Fokus
Zum Auftakt der verkürzten Handelswoche vor Silvester verzeichnete der DAX einen leichten Zugewinn, während im politischen Umfeld die Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Wochenende ohne konkrete Resultate zu Ende gingen. Allerdings brachte ein Telefongespräch am Montag zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin positive Signale aus dem Weißen Haus hervor.
An der Frankfurter Börse hielten sich die Kursbewegungen in Grenzen, da viele Investoren nach den Feiertagen abwesend blieben. Der DAX schloss mit 24.351,12 Punkten und einem marginalen Zuwachs von 0,05 Prozent im Vergleich zum letzten Handelstag vor Weihnachten. Parallel dazu stieg der MDax um 0,49 Prozent auf 30.452,53 Punkte. Das DAX-Jahresplus bleibt mit über 22 Prozent beeindruckend stabil, und der Leitindex könnte das beste Börsenjahr seit 2019 erleben, sofern keine größeren Schwankungen auftreten. Die Schwelle von 24.500 Punkten bleibt jedoch eine wichtige charttechnische Marke.
In anderen Nachrichten drückten jüngste Entwicklungen um die Ukraine auf die Aktienkurse der Rüstungsunternehmen. Hier verzeichneten die Top-Werte wie Renk, Hensoldt und Rheinmetall Kursverluste von bis zu einem Prozent.
Der Wind- und Solarparkbetreiber Energiekontor überraschte hingegen positiv mit einem "starken Jahresendspurt", der die Aktien um nahezu sechs Prozent steigen ließ und den ersten Platz im SDAX sicherte.
Bei Tonies setzte sich die Erholung der letzten Monate fort, mit Aktiengewinnen von 5,7 Prozent dank optimistischer Verkaufsprognosen für die neue Toniebox 2. Auch Baywa sah einen Anstieg der vinkulierten Aktien um elf Prozent, nachdem Pläne für einen Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra bekannt wurden.
Weniger erfreuliche Nachrichten kamen vom Caravan-Hersteller Knaus Tabbert, der eine Geldstrafe von 6,4 Millionen Euro akzeptieren musste, was jedoch bereits durch Rückstellungen abgedeckt war und die Aktien um 4,4 Prozent stiegen ließ.
Europaweit zeigten sich ähnliche leichte Veränderungen: Der EuroStoxx 50 legte um 0,1 Prozent zu, während der schweizerische SMI und der britische FTSE 100 geringfügige Verluste verzeichneten. Der amerikanische Dow Jones Industrial Index sank parallel um 0,6 Prozent.

