Dax-Markt schwankt um 24.000 Punkte - Deutz im Fokus
Der deutsche Leitindex Dax zeigt sich zu Beginn der neuen Handelswoche weiterhin unschlüssig in Bezug auf die psychologisch bedeutsame 24.000-Punkte-Marke. Nachdem der Dax im August diese Markierung verloren hatte, konnte er sie zum Start in den September wieder zurückerobern. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners bemerkte, dass bei dieser Schwelle Käufer in den Markt eintreten, sieht jedoch Potenzial für eine Verschiebung dieser Schwelle nach unten.
Kurz vor Marktöffnung kündigte ein um 0,3 Prozent schwächerer X-Dax einen Stand von 23.961 Punkten für den Dax an. Der EuroStoxx 50, das Pendant für die Eurozone, steht ebenfalls leicht im Minus, mit einem erwarteten Rückgang von 0,2 Prozent. Charttechnik-Experte Martin Utschneider von Robomarkets sieht den Dax in einem engen Seitwärtskanal zwischen 24.150 und 23.785 Punkten. Wesentliche Marktreize werden möglicherweise erst am Nachmittag mit der Wiederaufnahme des New Yorker Handels erwartet, nachdem dieser feiertagsbedingt pausiert hatte.
Ein tieferer Blick auf Einzelaktien offenbart interessante Entwicklungen. Der Motorenbauer Deutz plant, mit dem Erwerb der Sobek Group in das Rüstungsgeschäft einzusteigen. CEO Sebastian C. Schulte hebt hervor, dass der Ausbau dieses Geschäftsbereiches Teil der Strategie sei, um Abhängigkeiten vom zyklischen Verbrennungsmotoren-Geschäft zu reduzieren. Diese Nachricht wurde von Investoren positiv aufgenommen, was der Aktie auf Tradegate einen Anstieg von über vier Prozent bescherte.
Im Gegensatz dazu zeigte sich die Lage bei SMA Solar angespannt. Die Aktien fielen vorbörslich um fast 20 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose korrigierte und nun einen operativen Verlust erwartet. Die Marktentwicklung für Privat- und Gewerbeanlagen bleibt schwach, weshalb Restrukturierungsmaßnahmen intensiviert werden sollen.
Eine nachhaltige Kursbewegung blieb bei der Ankündigung von Kontron aus, die eine Partnerschaft mit Qualcomm für ein neues Modem zur europäischen Eisenbahnkommunikation geschlossen haben. Dennoch legte die Aktie zuletzt leicht zu.
In der Zusammensetzung der großen Indizes werden Rheinmetall, Siemens Energy und die Deutsche Bank in den kommenden Wochen Veränderungen erfahren. Diese kausalen Neuigkeiten hatten ebenfalls nur schwache Auswirkungen auf die Kurse, da sie weitgehend erwartet wurden.

