DAX kämpft nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten mit Erholung
Der DAX tat sich am Mittwoch schwer mit einer Erholung, nachdem zwei Verlusttage dem Index zugesetzt hatten. Der Grund: negative Signale vom US-Arbeitsmarkt, die die anfänglichen Tagesgewinne des DAX schwinden ließen. Schließlich stagnierte der deutsche Leitindex bei 23.676,29 Punkten und fiel unter die kurzfristig bedeutende 21-Tage-Linie zurück.
Auch der MDAX der mittelgroßen Unternehmen verzeichnete ein Minus von 0,30 Prozent und schloss bei 30.157,01 Punkten. Im Gegensatz dazu legte der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, um 0,3 Prozent zu. Angesichts der geopolitischen Spannungen, die nach der Nahost-Waffenruhe erneut aufkochen, und des bevorstehenden Fristablaufs im transatlantischen Handelskonflikt, scheint der DAX zunehmend Schwierigkeiten zu haben, die 24.000-Punkte-Marke im Auge zu behalten.
Von den US-Märkten war zur Wochenmitte ebenfalls kaum Unterstützung zu erwarten. Nur der Dow Jones Industrial schloss am Dienstag mit einem Plus, während die Eröffnung in New York gemischt ausfiel. Die jüngsten Zahlen des Dienstleister ADP zeigten für Juni einen unerwarteten Stellenabbau in der US-Privatwirtschaft, was ein bedeutendes Signal für die US-Geldpolitik darstellt. Der offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung wird bereits am Donnerstag erwartet.
Im DAX setzten die deutschen Autobauer positive Akzente, nachdem die Absatzzahlen für das zweite Quartal bekannt wurden. BMW führte die Gewinnerliste mit einem Plus von 4,3 Prozent an, gefolgt von Mercedes-Benz mit 2,7 Prozent. Auch Volkswagen und Porsche AG freuten sich über Kursgewinne von 2 bzw. 2,7 Prozent. Trotz handelspolitischer Unsicherheiten sieht die UBS die Jahresziele von BMW als erreichbar an, während bei Porsche AG Vorsicht geboten bleibt.
Im SDAX ragte SMA Solar mit einem eindrucksvollen Kursplus von 10 Prozent heraus, nachdem der US-Senat das Kürzungsmaß im Inflation Reduction Act (IRA) milder gestaltete. Nordex verbuchte einen Zuwachs von 2,1 Prozent. Dagegen musste Suss Microtec Verluste hinnehmen: Eine Herabstufung von „Outperform“ auf „Neutral“ durch Oddo BHF drückte die Aktie um 5,4 Prozent in den roten Bereich, da das Chancen-Risiko-Profil nach dem jüngsten Kursanstieg als ungünstig bewertet wurde.

