DAX im Rückwärtsgang: Machtkampf um die Fed und Handelsstreit verunsichern Investoren
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich heute Morgen von seiner unsicheren Seite, belastet durch politische Unsicherheiten auf internationaler Bühne. Anleger agieren vorsichtig, denn sowohl der interne Machtringkampf um die Führung der US-Notenbank Federal Reserve als auch die erneute Drohkulisse eines möglichen Handelsstreits zwischen den USA und China sorgen für Unruhe.
Zu Handelsschluss wurde der DAX durch einen Rückgang auf 24.129 Punkte belastet und verlor 0,6 Prozent. Die 24.000-Punkte-Marke rückt somit in greifbare Nähe. Auch der MDax verzeichnete Einbußen und fiel um 1,0 Prozent auf 30.779 Punkte. Der EuroStoxx 50, das Barometer der Eurozone, sackte um 0,9 Prozent ab.
Von dynamischen Entwicklungen in den USA bekommt der Markt zusätzliche Impulse: Präsident Trump hat die Absicht geäußert, Fed-Gouverneurin Lisa Cook aus dem Vorstand zu entfernen, behauptet jedoch, dass sie in Hypothekenangelegenheiten falsche Angaben gemacht habe. Cook widerspricht vehement, indem sie die rechtliche Basis und Trumps Vollmacht infrage stellt.
Zusätzlich zum Personaldrama droht Trump China mit hohen Zöllen, sollte die Versorgung mit seltenen Erden nicht gesichert werden. Dies könnte zwar den bilateralen Handel massiv beeinträchtigen, bleibt aber ebenfalls eine Drohung.
Einzelaktien gerieten ins Zentrum der Aufmerksamkeit, mit der Commerzbank, die einen Rückgang von 4,8 Prozent verzeichnete. Negative Analysteneinschätzungen sorgten hier für die rote Laterne im DAX. Auch Puma reagierte auf Marktfluktuationen mit einem Minus von 3,4 Prozent nach anfänglichem Kurssprung aufgrund von Verkaufsspekulationen durch die Familie Pinault.
Auf Erholungskurs hingegen befinden sich die Aktien von Krones und SFC Energy. Krones kletterte dank einer positiven Bewertung von Jefferies um 0,5 Prozent, während SFC Energy als Spitzenreiter im SDax um 2,1 Prozent zulegte. Der Brennstoffzellenspezialist plant Kosteneinsparungen und eine regionale Expansion, um rückläufigen Gewinnen entgegenzuwirken.

