Dax gibt nach Höhenflug leicht nach – Gewinnmitnahmen und uneinheitliche Wirtschaftsdaten belasten
Nach einer beeindruckenden Serie von sieben Handelstagen, die durchweg mit Rekorden endeten, musste der Dax am Mittwoch einen moderaten Rückgang hinnehmen. Die Unsicherheit wächst unter den Anlegern, insbesondere da die US-Börsen, die bereits am Dienstag Verluste verkraften mussten, eine weitere schwächere Eröffnung vermuten lassen. Zwar sorgten am Morgen noch positive Handelsdaten aus China für kurzzeitige Unterstützung, doch wurden diese durch uneinheitliche Wirtschaftsdaten aus den USA am Nachmittag in den Hintergrund gedrängt, wodurch keine nennenswerten Impulse zu verzeichnen waren.
Der deutsche Leitindex fiel um 0,5 Prozent auf 25.307 Punkte, nachdem er am Vortag erstmals über die Marke von 25.500 Punkten gesprungen war. Auch der MDax, der die mittelgroßen Börsenwerte abbildet, verzeichnete einen Rückgang um 1,4 Prozent auf 31.800 Zähler. Analysten von Index-Radar warnen, dass hinter den jüngsten Rekorden die Vorsicht wachse und am Markt mittlerweile mit stärkeren Schwankungen gerechnet werde.
Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze in den USA zeigten im November gegenläufige Tendenzen: Während die Erzeugerpreise stärker stiegen als erwartet, legten auch die Einzelhandelsumsätze zu. Im Dax waren die Aktien von FMC mit einem Verlust von 4,4 Prozent die größten Verlierer. JPMorgan-Analyst David Adlington sieht die früh gestartete US-Grippesaison als Belastung, da sie zu versäumten Behandlungen führte. Dagegen konnten sich Bayer-Aktien an die Dax-Spitze setzen und um 5,5 Prozent zulegen, gestützt von positiven Aussichten im Pharmasektor und möglichen rechtlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit Glyphosat in den USA.
Für RWE ging es um 1,6 Prozent nach oben, wobei Analysten wie von Bernstein Research die Erfolge des Unternehmens bei den britischen Windkraft-Auktionen hervorhoben. Eine neue Partnerschaft mit KKR wurde ebenfalls bekanntgegeben. Unterdessen mussten United Internet im MDax Einbußen von 4,6 Prozent hinnehmen, nachdem Analyst Thomas Wissler von MWB Research seine Einstufung der Aktien herabstufte.

