DAX bleibt unter 24.000-Punkte-Marke: Anleger blicken gespannt auf EZB-Entscheid
Der deutsche Leitindex DAX kämpft weiterhin mit der bedeutenden 24.000-Punkte-Marke. Am Donnerstagvormittag notierte er bei 23.998 Punkten, was einem leichten Anstieg von 0,16 Prozent entspricht. Dies erfolgt nach einem Rückgang unter diese Marke am Vortag. Die erhoffte Weihnachtsrally scheint ins Stocken geraten zu sein.
Marktbeobachter sehen den fehlenden Rückenwind aus den USA als Hindernis für das Fortbestehen der DAX-Bullen. Vor allem die hohen Bewertungen im KI-Sektor bereiten den Anlegern Sorgen. Der MDax konnte hingegen um 0,32 Prozent auf 29.961 Punkte zulegen und der EuroStoxx 50 verzeichnete ein Plus von 0,3 Prozent.
Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich ihre Zinsen stabil halten, wie Experten erwarten. Der Einlagensatz bleibt damit bei zwei Prozent. Auch in den USA werden Inflationsdaten genau beobachtet, die zuletzt bei etwa drei Prozent lagen, ohne dass sich wesentliches verändert hätte.
Marktanalysten merken an, dass eine Zinssenkung der US-Notenbank in naher Zukunft unwahrscheinlich ist, während in der Eurozone eher Spekulationen über Zinsanhebungen dominieren. Diese Faktoren dämpfen die Hoffnung auf eine Börsenrally.
Im Unternehmensbereich plant Rheinmetall einen Verkauf seiner zivilen Geschäftssparte, um sich auf Rüstungsaktivitäten zu konzentrieren, was zu einem Preisrückgang um 0,8 Prozent führte. Aktien von Rational stiegen um 4,8 Prozent durch eine Kaufempfehlung der UBS. Auch Thyssenkrupp Nucera profitierte von einer optimistischen Einschätzung der Deutschen Bank und legte um 2 Prozent zu. Weniger positiv fielen die Geschäftszahlen von Douglas aus, deren Aktien um fast 4 Prozent sanken.

