Dax-Aufschwung trotz US-Arbeitsmarktverunsicherung
Ein gemischter Arbeitsmarktbericht aus den USA bescherte dem Dax am Freitag einen weiteren Schub in seiner Rekordjagd. Der deutsche Leitindex kletterte in der Spitze erstmalig auf 25.281 Punkte und verabschiedete sich mit einem Plus von 0,53 Prozent bei 25.261,64 Punkten ins Wochenende. Zum Beginn des neuen Jahres legte der Dax somit fast drei Prozent zu. Auch der MDax verbesserte sich am Freitag um 0,26 Prozent auf 32.167,17 Punkte.
Laut Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, deutet die Entwicklung auf eine erkennbare Schwäche am US-Jobmarkt hin. Dies könnte der US-Notenbank Fed mehr Spielraum für Zinssenkungen bieten, als aktuell erwartet. Helaba-Analyst Ralf Umlauf fügte hinzu, dass die neu geschaffenen Stellen hinter den Erwartungen zurückblieben, was auf ein Nachlassen der Dynamik auf dem US-Arbeitsmarkt hindeutet. Dennoch wolle er diese Entwicklung nicht als Signal für verstärkte Zinssenkungserwartungen bei der Fed interpretieren.
Gleichzeitig beeinflussten geopolitische Spannungen die Ölpreise. Nach einem Angriff auf Venezuela richtete US-Präsident Donald Trump Drohungen auch gegen Iran. Analyst Frank Sohlleder von ActivTrades warnt Anleger, vor den schillernden Börsenaufschriften die Risiken nicht zu übersehen. Während der Dax noch keine Schwächen zeigt, bleibt die Devise vieler Investoren vorsichtig: Noch nicht der richtige Zeitpunkt für Verkäufe, doch auch ein massiver Neueinstieg könnte zu spät sein.

