Dax auf Rekordkurs: Hoffnungsvolle Aussichten trotz geopolitischer Spannungen
Der Dax hat am Mittwoch einen neuen Höchststand erreicht, indem er erstmals die Schwelle von 25.000 Punkten überschritt. Kurz nach Handelsbeginn auf der elektronischen Plattform Xetra notierte der deutsche Leitindex 0,5 Prozent im Plus bei 25.020 Punkten, was die positive Stimmung unter den Anlegern unterstreicht. Auch der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen abbildet, zeigte sich in bester Verfassung und erreichte seinen höchsten Stand seit dem Frühjahr 2022. Er legte zuletzt um 0,3 Prozent auf 31.773 Punkte zu. Im Gegensatz dazu blieb der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone nahezu unverändert.
Der jüngste militärische Eingriff der USA in Venezuela, inklusive der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro, verstärkte die Hoffnungen auf niedrigere Ölpreise. Diese Entwicklung könnte sich als Segen für die globale Wirtschaft erweisen, indem sie den Inflationsdruck verringert und den Zentralbanken Raum für Zinssenkungen lässt. Neben den geopolitischen Faktoren beflügeln auch die staatlichen Investitionen der Bundesregierung in die Infrastruktur und Rüstungssektor die Erwartungen an eine Belebung der deutschen Wirtschaft.
Der Januar zählt traditionell zu den stärkeren Handelsmonaten, was der aktuellen Aufwärtsbewegung zusätzlichen Schwung verleiht. Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, identifiziert drei wesentliche Treiber für den Kursanstieg des Dax: die Erleichterung über das Ausbleiben eines breiten militärischen Konflikts, die Aussicht auf mittelfristig sinkende Ölpreise und das wieder erwachte Interesse der Investoren an Aktien außerhalb der USA. Die sogenannte "Neujahres-Rally" des Dax ist laut Stanzl in vollem Gange, und er hält aus technischer Sicht ein weiteres Ansteigen bis auf 25.300 Punkte für möglich.

