Dax-Abschwung: Angst vor Trumps Zollpolitik dämpft Euphorie
Nachdem der Dax kürzlich einen neuen Rekord erreichte, trübt sich die Stimmung im deutschen Leitindex ein. Der US-Präsident Donald Trump sorgte mit seiner Ankündigung, pauschale Strafzölle von 15 bis 20 Prozent auf EU-Waren zu verhängen, für Verunsicherung am Markt. Jochen Stanzl, Marktanalyst bei CMC Markets, bemerkte, dass der Optimismus der ersten Wochenhälfte nun der Furcht vor negativen Auswirkungen auf den Welthandel weiche. Die anfängliche Risikobereitschaft der Investoren scheint zum Ausklang der Woche nachzulassen.
Im morgendlichen Handel gab der Dax um 0,43 Prozent auf 24.351,84 Punkte nach, nachdem er am Vortag mit 24.639 Zählern einen neuen Höchststand erreicht hatte. Trotz der Schwäche fehlen Anschlusskäufe, und dennoch verzeichnet der deutsche Aktienindex auf Wochensicht ein Plus von 2,4 Prozent. Auch der MDax sank leicht um 0,31 Prozent auf 31.552,51 Punkte, während der EuroStoxx 50 ein Minus von 0,45 Prozent hinnehmen musste.
Die anhaltende Unsicherheit über mögliche Zölle zeigt, dass die Märkte trotz eines gewissen Gewöhnungseffekts weiterhin empfindlich auf handelspolitische Entwicklungen reagieren. Thomas Altmann von QC Partners warnt davor, die möglichen Hemmnisse für den Welthandel und Unternehmensgewinne zu unterschätzen. Als weiteres Druckmittel in den Handelsstreitigkeiten mit Kanada verhängte der US-Präsident Zölle von 35 Prozent.

