Data schlägt Alarm: Bitcoin erreicht 2-jähriges bärisches Extrem — Historisch bullisch?

Laut CryptoQuant-Daten befindet sich Bitcoin in der bärischsten Phase der letzten zwei Jahre, was die Preise stark drückte und sich negativ auf den breiteren Kryptomarkt auswirkte.
Die Münze fiel von einem Höchststand über $126.000 am 6. Oktober auf $83.790, was einen Rückgang von etwa 34% entspricht und rund 715 Milliarden $ an Marktwert auslöschte.
Bullishe Bedingungen haben sich schnell abgeschwächt
Berichte haben offengelegt, dass der Bull Score Index von CryptoQuant in der vergangenen Woche auf 20 von 100 fiel, verursacht durch schwachen Spot-Kauf, negative Preisdynamik und einen Rückgang der Stablecoin-Liquidität.
Bitcoin schloss zudem unter seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt, eine langfristige Trendlinie, die während früherer Rückgänge im aktuellen Zyklus, der im Januar 2023 begann, gehalten hatte.
Basierend auf diesen Zeichen sieht CryptoQuant den Markt als deutlich bärischer an als bei früheren Korrekturen.
Handelsschalter und Unternehmensschatzkammern haben ihr Verhalten geändert. Schatzkammergesellschaften, die früher die Preise stützten, haben in den letzten Monaten Marktbewertungen verloren, die um 70% bis mehr als 90% sanken, was ihre Fähigkeit zur Ausgabe von Aktien und zum Kauf weiterer Bitcoin einschränkt.
Berichte zeigen, dass Michael Saylors Strategy in dieser Woche 8.178 BTC kaufte, aber die Käufe verlangsamt hat, nachdem ihre Marktkapitalisierung näher am Wert ihrer Bestände fiel.
Auch die ETF-Zuflüsse sind negativ geworden, mit Abflüssen in Höhe von fast 3 Milliarden $ allein in diesem Monat, eine Dynamik, die einige Institutionen zum Verkauf von Spot-Beständen zwingen kann, wenn Spread-Trades aufgelöst werden.
Technische Ebenen und kurzfristige Signale
Basierend auf On-Chain-Indikatoren gibt es gemischte Signale für Käufer. Glassnode berichtete, dass der Mayer Multiple auf die untere Grenze seines langfristigen Bereichs zusteuert, was oft eine wertorientierte Phase signalisiert, in der Käufer zurückkehren.
Bitcoin's Mayer Multiple has retraced toward the lower bound of its long-term range, signalling a slowdown in momentum. Historically, such compressions have aligned with value-driven phases where price consolidates and demand begins to step in. 📈https://t.co/QWQCUxgUoA pic.twitter.com/qufyp0opnr
— glassnode (@glassnode) November 20, 2025
Einige technische Händler sehen überverkaufte Messwerte im täglichen und wöchentlichen RSI, ein Setup, das eine Erholung ermöglichen könnte. Einige Analysten erwarten zumindest eine kurzfristige Erholung, wobei Preistests über $100.000 möglich sind, falls die Käufe zurückkehren.
Dennoch ändert der Durchbruch unter den 365-Tage-Durchschnitt das Bild. CryptoQuant deutete darauf hin, dass der Widerstand bei etwa $102.600 schwerwiegend sein könnte und das Unterstützungsband zwischen $90.000 und $92.000 genau beobachtet wird.
Historisch gesehen hat Bitcoin in breiteren Abwärtstrends Rallyes von 40% bis 50% produziert, sodass schnelle Umkehrungen selbst in einer bärischen Phase nicht ausgeschlossen sind.
Marktschock und makroökonomische Faktoren
Laut Berichten begann der scharfe Ausverkauf, der den jüngsten Absturz auslöste, am 10. Oktober, als eine große Hebel-Flush-out viele Positionen zur Schließung zwang.
Marktmacher reduzierten die Liquidität und der Verkaufsdruck nahm zu. Ein Softwarefehler im Zusammenhang mit dem Athena USDE-Stablecoin auf Binance drückte vorübergehend seinen Wert auf 0,65 $, was automatisierte Liquidationen auf verschiedenen Plattformen auslöste und Verluste beschleunigte.
Makroökonomische Sorgen, einschließlich strengerer Liquidität und politischer Unsicherheit, erhöhten den Druck und führten dazu, dass sich mehr Händler zurückzogen.
Einige Beobachter haben Teile der Rallyes von 2024 und 2025 mit spezifischen Ereignissen in Verbindung gebracht. Im Jahr 2024 war die Wahl von US-Präsident Donald Trump ein Faktor, der BTC über $100.000 trieb, und im Jahr 2025 kaufte eine Welle von Unternehmensschatzkammern Bitcoin, was die Preise im Sommer über $120.000 anhob.
Laut CryptoQuant sind diese Katalysatoren weitgehend ausgespielt, und neue Auslöser könnten schon eingepreist sein.

