Das Deutschlandticket ist Teil der Mobilitätswende: Wagen wir das Modell weiterzuentwickeln, hin zu einem Mobilitätsticket
Position der TAF mobile GmbH zum Deutschlandticket

12. Februar 2025, 08:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Das Deutschlandticket könnte zu einem Mobilitätsticket weiterentwickelt werden, das neben ÖPNV auch Sharing-Angebote integriert. Eine zentrale App für Nutzer, einheitliche Tarife und neue Finanzierungsmethoden sind notwendig, um multimodale Mobilität attraktiv zu gestalten und Gelegenheitsnutzer zu gewinnen.

Jena, 12.02.2025 (PresseBox) - Mit dem Auto zur S-Bahn, weiter mit dem Zug in die Stadt und mit dem E-Scooter zum Arbeitsplatz – viele Pendler kombinieren so oder anders verschiedene Verkehrsmittel. Spaß macht es meist nicht. Jeder Umstieg kann nerven, jeder Sharing-Anbieter verlangt einzeln Geld. Dann doch lieber das Auto nehmen?“ Mit dieser IST-Beschreibung eröffnete der Autor Lukas Kissel, jüngst seinen Artikel auf SPIEGEL+, unter dem Titel „Ein Tarif für Bus, Bahn, Räder, Scooter -Der schöne Traum vom Deutschlandticket“

Wie viel Realität steckt in der Idee – ein Ticket für alles?

Mit Blick auf die Zahl zugelassener Fahrzeuge in Deutschland mit 49,1 Mio. (Allzeithöchstbestand) möchte man meinen, dass viele Menschen Kissels Frage mit „Ja, lieber Auto fahren“ beantworten. Gleichzeitig zeigen jedoch Untersuchungen, dass sich die Menschen alternative Angebote zum Auto sowie einen guten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wünschen und dass sie sogar bereit sind, das eigene Auto abzugeben, wenn sie stattdessen einen attraktiven ÖPNV sowie gute Sharingangebote haben.

Was sie nicht wollen, sind dutzende Tarife und Apps, in die sie sich reinfuchsen müssen. Die Mehrheit der mobilen Menschen wünscht sich eine zentrale App wie z.B. LeipzigMove oder movemix, über die sie sowohl den ÖPNV wie auch weitere Mobilitätsservices nutzen können.

Also - aus dem Deutschlandticket ein „Deutschlandticket Plus“ machen – inklusive SharedMobility-Nutzung? „Warum eigentlich nicht“, sagt Sylvia Lier, Geschäftsleiterin von TAF mobile und ergänzt dazu: „Ich wäre sehr für ein Deutschlandticket+, denke gleichzeitig aber, dass der nächste Schritt die feste Etablierung des Deutschlandtickets ist, verbunden mit der Einführung einer bundesweit einheitlichen Lösung für Gelegenheitsnutzer*innen.“

Dazu muss, so die Position von TAF mobile, das elende Hin- und Her-Gezerre zum Deutschlandticket aufhören. Es gehört zum öffentlichen Verkehr und muss bleiben. Der Preis dafür sollte wieder an die alte Zahlbereitschaft für herkömmliche Monats-/Jahresabos herangeführt werden. Und, so betont Sylvia Lier: „Wir sollten den Mut haben, endlich neue Finanzierungsmethoden zu etablieren wie beispielsweise in Baden-Württemberg unter dem Titel „Mobilitätspass“, Stichwort Drittnutzerfinanzierung.“

Im Vergleich zu den Dauerkartennutzern ist das Potential bei den Gelegenheitsnutzer noch enorm. D.h., es braucht auch für Einzelfahrscheine eine bundesweit einheitliche Lösung. NRW könnte mit dem eezy-Tarif ein gutes Beispiel sein: Der Kunde zahlt pro Fahrt eine Basisgebühr sowie zusätzlich für die jeweils gereisten (Luftlinien-)Kilometer. Dazu nutzt er eine App, in der mit einem „Wisch“ ein- bzw. ausgecheckt wird. Konventionelle Fahrscheine müssen nicht mehr gekauft werden. Ganz „eezy“ also und eine Blaupause für ganz Deutschland!

Zurück zur Anfangsfrage – ein Ticket für alles: Wenn wir multimodale Mobilität wollen, braucht´s Mobilitätsplattformen im Hintergrund, verbunden auch mit einem veränderten Engagement der Verkehrsgesellschaften, die sich weniger „nur“ als Bus- und Bahngesellschaft und vielmehr als Orchestrator für gesamthafte Mobilität verstehen.

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[pressebox.de] · 12.02.2025 · 08:00 Uhr
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